Drei Fragen an Meike Herwig, neue Mitarbeiterin bei der Kontaktstelle Frau und Beruf Mannheim Rhein-Neckar Odenwald

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Frau Herwig, Sie sind die neue Beraterin bei der Kontaktstelle Frau und Beruf für den Rhein-Neckar-Kreis bei der Stabsstelle Wirtschaftsförderung. Woher kommen Sie und was hat Sie zur Kontaktelle gebracht?

Ich bin Diplompädagogin und arbeite seit zehn Jahren als freiberufliche Trainerin in Unternehmen und Hochschulen. Einzelne sowie Teams in Ihrer (Zusammen) -Arbeit voranzubringen begeistert mich. Meine zwei Kinder, mein Mann, mein Schwiegervater und ich bilden zusammen ein Mehrgenerationenhaus. Ich weiß daher aus eigener Erfahrung, vor welchen Herausforderungen viele Frauen beruflich und privat stehen. Da kann die Beratung von außen sehr hilfreich sein, um neue Lösungen zu finden. Und diese Unterstützung möchte ich gerne durch die Kontaktstelle Frau und Beruf anbieten.

 

Was genau bietet die Kontaktstelle Frau und Beruf denn an?

Zum einen bieten wir individuelle persönliche und telefonische Beratung für Frauen zu beruflichen Themen, wie Bewerbung, Karriere, Wiedereinstieg nach einer längeren Jobpause oder bei einer generellen Umorientierung. Zu diesen Themen organisieren wir auch spannende Vorträge, Workshops und andere Events, die Sie immer aktuell auf unserer Homepage finden können.

 

Außerdem arbeiten wir eng mit Unternehmen zusammen um diese noch mehr für weibliche Fachkräfte mit ihren Bedürfnissen zu sensibilisieren. Im Rhein-Neckar-Kreis gibt es neben den Großunternehmen auch viele tolle kleinere und mittelständische Unternehmen, die die Bewerberinnen oft gar nicht kennen. Hier fördern wir auch das Matching von Unternehmen und Bewerberinnen. Da die Kontaktstelle Frau und Beruf mit der Wirtschaftsförderung des Rhein-Neckar-Kreises kooperiert, können wir auf ein großes Netzwerk zugreifen.

 

Warum werden gerade Frauen gefördert?

Frauen sind meist hochqualifizierte Fachkräfte, die jedoch nicht selten hinter ihren Möglichkeiten zurückbleiben. Sie übernehmen oft Pflege- und Versorgungsarbeiten zu Hause, so dass entweder längere Jobpausen entstehen oder sie sich auf Teilzeitstellen fokussieren. Außerdem sind Frauen oft zurückhaltender wenn es darum geht Schlüssel- oder Führungspositionen in Unternehmen zu besetzen. Aus diesen verschiedenen Gründen ergeben sich oft Beratungsanliegen, bei denen wir gerne unterstützen. Wir werden hierfür vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau gefördert. Wir verstehen uns als Lobby für Frauen und wollen Veränderungen in den strukturellen Rahmenbedingungen bewirken. Wichtig ist, dass sich die Arbeitgeberinne und Arbeitgeber mit flexiblen Arbeitszeitmodellen befassen, sodass es leichter wird den unterschiedlichen Lebensbereichen gerecht zu werden. Das ist letztlich für beide Geschlechter ein Gewinn.

 

Bildquelle: Privat

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