Klimaschutz in Mannheim – Status Quo

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Mannheim. Als mittlere Metropole mit mehr als 300.000 Einwohnern kann Mannheim einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten. CO2-Einsparmaßnahmen in Gewerbe und Industrie gehören ebenso dazu wie die Drosslung privater Emissionen. Das ehrgeizige Ziel der Bundesregierung, den menschengemachten Kohlendioxidausstoß zur Mitte des Jahrhunderts auf 0 zu senken, ist nur erreichbar, wenn so viele wie möglich mitmachen. Mannheim ist dabei.

Ein Blick auf die Kampagne „Mannheim auf Klimakurs“

Die Klimaschutzkonzeption 2020 der Stadt Mannheim setzt auf einen umfassenden Aktionsplan, der 60 Einzelmaßnahmen beinhaltet und fest in den Haushaltsetat mit eingeplant ist. Im Mittelpunkt stehen dabei die beiden Sektoren Verkehr und Energie, die für die meisten Treibhausgasemissionen verantwortlich sind. Die Ansätze sind immer dort zu finden, wo sich besonders hohe Einsparpotenziale bieten, zum Beispiel beim Schwenk vom motorisierten Individualverkehr zum Ausbau von Fuß- und Radwegen und der Förderung des öffentlichen Nahverkehrs. Die Kampagne „Mannheim auf Klimakurs“ beinhaltet alle aktuellen Maßnahmen, die sich in drei wichtige Bereiche einteilen lassen:

  • „Im Quartier“: Bestimmte Mannheimer Quartiere sind noch weit von den modernen energetischen Standards entfernt. Darum bündelt die Stadt ihre Beratungsangebote für die betroffenen Haushalte und Vermieter. Kommunale Förderprogramme liefern ergänzende finanzielle Mittel, um die anvisierten Sanierungsziele zu erreichen.
  • „Vorbild Stadt“: Auch die Verwaltung und die kommunalen Betriebe sind noch nicht auf der Höhe der Zeit angekommen. Aus diesem Grund werden erhöhte Aktivitäten vonnöten sein, um eine reale Vorbildwirkung für die Bürger und das ortsansässige Gewerbe zu entfalten.
  • „Aktiv & Engagiert“: Auch Motivation und Inspiration sind gefragt, dieser dritte Punkt fasst alle diesbezüglichen Mitmach-Aktionen und aktivierenden Maßnahmen zusammen. Dazu gehört zum Beispiel der von der Stadt Mannheim vergebene Umweltpreis ebenso wie die mittlerweile zur Tradition gewordenen Earth-Hour-Wette.

Die Klimaschutzleitstelle steht in der Verantwortung, den Aktionsplan in die Tat umzusetzen. Sie leitete Aktivitäten ein, bündelt die zur Verfügung stehenden und neu geschaffenen Ressourcen und bietet Unterstützung für lokale Klimaschutzprojekte. Ihr Ziel ist es, die Effizienz der einzelnen Maßnahmen zu steigern und sie, wo möglich, miteinander zu verknüpfen.  

Der Earth Day als Tag der Selbstreflektion

Das Einsparen von Plastikmüll ist inzwischen zu einem wichtigen internationalen Anliegen geworden. Bei Aktionen wie dem Earth Day stand im Jahr 2019 genau dieser Aspekt Vordergrund. Nicht nur große Konzerne, sondern auch Privatpersonen können auf diesem Gebiet einiges tun, um die Umwelt entsprechend zu entlasten. Und genau das ist der Sinn des Earth Days, der jedes Jahr am 22. April in mehr als 175 Staaten der Erde gefeiert wird: Dieser Tag ist ganz unserem Planeten und der Umwelt gewidmet, er soll die Wertschätzung jedes Einzelnen für sein natürliches Umfeld stärken. Das eigene Konsumverhalten in Frage zu stellen und aus guten Vorsätzen reales Handeln werden zu lassen, das ist schon ein erster Schritt in die richtige Richtung, den auch viele Mannheimer bereits getan haben. Offiziell existiert der Earth Day bereits seit dem Jahr 1970 und fand in den Anfangsjahren vor allem in den USA zahlreiche Anhänger. Längst hat er sich nun auch in Deutschland fest etabliert.

EUROCITIES als europäisches Städtenetzwerk

Mannheim gehört schon seit längerem dem EUROCITIES-Netzwerk an, einem Zusammenschluss von mehr als 130 Städten Europas, der dazu dient, die Zusammenarbeit zu intensivieren. Der Klimaschutz ist in diesem Verbund ein wichtiges Thema, neben der Stadtentwicklung sowie der Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik. In verschiedenen Arbeitsgruppen werden Themen erörtert und die passenden Lösungen gefunden. EUROCITIES vertritt die zugehörigen Städte gegenüber der EU, sodass auch Mannheim auf diesem Weg zum Impulsgeber auf europäischer Ebene werden kann.  

Die Klimaschutzagentur Mannheim als lokale Anlaufstelle

Auf Seiten der Stadtbevölkerung besteht derzeit ein hoher Informationsbedarf, denn das Thema Klimaschutz ist aktueller denn je. Aus diesem Grund hat Mannheim eine Klimaschutzagentur in Form einer gemeinnützigen GmbH eingerichtet. Beteiligt sind nicht nur die Stadt Mannheim, sondern auch die GBG-Mannheimer Wohnungsbaugesellschaft und die MVV Energie AG. Alles dreht sich hier um die energieeffiziente Gebäudesanierung und natürlich auch um das Thema erneuerbare Energien. Vereine, ortsansässige Unternehmen und Privatmenschen, die dazu Fragen haben, dürfen jederzeit einen Termin vereinbaren und sich ausführlich beraten lassen. So wird niemand mehr alleingelassen, der seinen ökologischen Fußabdruck verringern möchte und noch nicht genau weiß, wie er das anpacken kann. Die Klimaschutzagentur initiiert auch die Aktion „Klimahelden“, die sich an die Mannheimer Schulen richtet; das Mannheimer Umweltforum ist hier ebenfalls mit an Bord.

100 Pro Energiewende: Verein für den Umweltschutz

Dieser Verein sieht seinen Wirkungskreis im Großraum Mannheim, er tritt für die verstärkte Nutzung von erneuerbaren Energien ein, um in diesem Bereich eine 100-Prozent-Quote zu erhalten. Dazu gehört auch, Energie einzusparen, ebenso wie der Ausbau entsprechender Stromquellen. 100 Pro Energiewende organisiert Seminare und öffentliche Events, errichtet eine Wissensplattform für alle Beteiligten, will gemeinnützige Projekte fördern und propagiert vor allem das 100-Prozent-Ziel auf allen zur Verfügung stehenden Kanälen.  

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Mannheims breite Front für den Klimaschutz

Die BürgerEnergie Mann eG gehört ebenfalls zu den wichtigen Klimaschutzakteuren der Stadt. Es handelt sich um eine Energiegenossenschaft, an der sich sämtliche Bürger und Bürgerinnen auf Wunsch beteiligen können. Hinzu gesellt sich der eingetragene Verein MetropolSolar Rhein-Neckar, dessen Aktivitäten über Mannheims Grenzen hinausgehen und der sich wie 100 Pro Energiewende für eine 100-prozentige Hinwendung zu den grünen Energien einsetzt. Gemeinsam bilden all diese Projekte eine breite Front für eine lebenswerte Zukunft.

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