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Diensthund „Kapo“ bewacht die „Braut“

27. Februar 2024 | Das Neueste, Metropolregion, Natur & Umwelt

Eberbacher Wertholzsubmission ist ein Erfolg – der teuerste Stamm war dem Käufer im Bieterverfahren am Ende 3.900 Euro wert

Seit Januar lagern die wertvollsten Nadelhölzer aus der Region auf dem Festplatz in der Au in Eberbach. In den vergangenen Wochen hatten interessierte Käuferinnen und Käufer die Möglichkeit, die Stämme vor Ort zu begutachten und ihre Gebote schriftlich abzugeben.

Der wahrscheinlich schönste, aber auf jeden Fall teuerste Stamm der diesjährigen Submission: Diensthund „Kapo“ bewacht die sogenannte Braut der Submission.

Für welche Verwendung eignet sich der einzelne Stamm, hat er besondere Vorzüge oder Mängel an Qualität, Farbe oder Durchmesser? Die Bietenden müssen viele Aspekte beachten und einschätzen. In der vergangenen Woche (KW 08) war endlich der spannende Moment gekommen: Die in verschlossenen Umschlägen abgegebenen Gebote der Holzkäufer durften in der Holzverkaufsstelle des Kreisforstamtes geöffnet und die Stämme vergeben werden.

Der teuerste Stamm, die sogenannte „Braut“ der Submission, kommt dieses Jahr aus einem größeren Privatwaldbesitz im Neckar-Odenwald-Kreis. Die besonders schön gewachsene Lärche war dem Käufer 3.900 Euro wert. Das entspricht einem Preis von über 1.000 Euro je Kubikmeter und damit dem Zehnfachen, was für durchschnittliches Lärchenholz üblicherweise zu erzielen ist.

Julian Meyer, Leiter der Holzverkaufsstelle des Kreisforstamtes, zeigte sich mit den Ergebnissen sehr zufrieden: „Für die Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer konnten wir mit unserer Submission dieses Jahr nochmals besser Preise erzielen als im letzten Jahr. Hochwertiges regionales Holz ist sehr gesucht und die guten Preise sind Ausdruck der hohen Wertschätzung gegenüber dem Rohstoff Holz.“

20 Bieter haben dieses Jahr an der Submission teilgenommen. Es handelt sich um holzverarbeitende Betriebe aus Deutschland und Österreich, ein großer Teil der verkauften Menge bleibt in der nahen Umgebung. Die Käufer haben für das wertvolle Holz verschiedene Verwendungen, die von Fußbodenbelägen, über feine Furnierholzblätter bis hin zu Holzfenstern reichen.

Insgesamt 994 Kubikmeter verkauft

Die auf der Eberbacher Submission verkaufte Holzmenge war dieses Jahr mit insgesamt 994 Kubikmetern etwas geringer als in den vergangenen Jahren. In den kommenden Tagen wird das Holz nach und nach von den Käufern abgefahren. Danach wird der Platz gereinigt und ist wieder anderweitig nutzbar.

Quelle: Landratsamt RNK

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