Arbeitgeberin Stadt Heidelberg: Position der Frauen verbessert sich – aber sie sind selten Chefin

Gleichstellungsbericht zeigt Erfolge und Handlungsbedarf

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Symbolfoto: envato

Die Stadt Heidelberg hat als Arbeitgeberin Erfolge vorzuweisen, es gibt aber auch Handlungsbedarf: Dem aktuellen Gleichstellungsbericht zufolge hat sich die Position der Frauen verbessert, beispielsweise beim Beschäftigungsanteil und beim Arbeitsvolumen. Sie sind aber viel seltener in Führungspositionen anzutreffen. Zudem verdienen Frauen im Vergleich mit den männlichen Beschäftigten – trotz Bezahlung nach Tarifrecht – durchschnittlich noch immer weniger.

 

Den Bericht zur „Umsetzung der Dienstvereinbarung zur Gleichstellung von Frauen und Männern innerhalb der Stadtverwaltung Heidelberg“ hat das städtische Amt für Chancengleichheit am 20. Oktober 2020 im Ausschuss für Soziales und Chancengleichheit vorgelegt. Der Bericht spiegelt den Stand der Gleichstellung im Vergleichszeitraum der Jahre 2013 und 2018 wider. Hier die wichtigsten Ergebnisse:

 

Erfolge bei der Gleichstellung von Frauen und Männern:

 

  • Frauen sind überdurchschnittlich erfolgreich beim Zugang zur Stadt Heidelberg als Arbeitgeberin. Ihr Beschäftigungsanteil – insbesondere unter den Jüngeren – und ihr Arbeitsvolumen steigen an.
  • Im gehobenen Dienst sind Frauen stark vertreten.
  • Frauen werden häufiger bei Höhergruppierungen und Beförderungen berücksichtigt als ihre männlichen Kollegen.

 

Handlungsbedarf bei der Gleichstellung von Frauen und Männern:

 

  • Obwohl eine Mehrheit der beruflichen Aufstiege auf Frauen entfällt, werden sie bei Beförderungen und Höhergruppierungen im höheren Dienst seltener berücksichtigt.
  • In höheren Führungspositionen wie der Dezernatsebene und in Amtsleitungen sind Frauen nach wie vor stark unterrepräsentiert. Lediglich unter den stellvertretenden Abteilungsleitungen ist die schon seit 1995 von der Stadt Heidelberg angestrebte Parität in allen Führungspositionen erreicht.
  • Frauen verdienen im Durchschnitt nach wie vor weniger; ein unbereinigtes Entgeltgefälle zu Ungunsten der Frauen besteht trotz Bezahlung nach Tarifrecht fort. 2018 lag das unbereinigte Entgeltgefälle der Stadtverwaltung mit sechs Prozent jedoch unter dem Durchschnitt auf Bundesebene und in Baden-Württemberg mit jeweils 21 Prozent. Im Öffentlichen Dienst lag das unbereinigte Entgeltgefälle im bundesweiten Durchschnitt 2018 bei neun Prozent. Beim unbereinigten Entgeltgefälle handelt es sich um die Differenz zwischen den durchschnittlichen Bruttostundenverdiensten von Frauen und Männern. Strukturell bedingte Unterschiede durch Branchenwahl, Qualifikationsgrad, Arbeitserfahrung oder berufliche Auszeiten werden hier nicht gesondert berücksichtigt.
  • Klassische Geschlechterrollen durch Frauen und Männer bei der Berufs- und Ausbildungswahl, bei der Ausübung von Erwerbsarbeit und bei der Elternschaft haben Fortbestand. Grund dafür ist, dass beispielsweise vorwiegend Frauen Elternzeiten nehmen. Zudem ist die Teilzeitquote der Frauen mit 49 Prozent noch immer sehr hoch – sie steht einer Teilzeitquote von acht Prozent bei den Männern gegenüber.

 

Seit 25 Jahren arbeitet die Stadt Heidelberg an der Gleichstellung von Frauen und Männern

 

Bereits 1995 wurde die „Dienstvereinbarung zur Gleichstellung von Frauen und Männern“ erstmals von der Stadt Heidelberg unterzeichnet. Gleichzeitig wurden zahlreiche Messgrößen der Gleichstellung definiert. Der aktuelle Bericht analysiert den Fortschritt in der Gleichstellung mithilfe von Personaldaten der Stadtverwaltung. Der Gleichstellungsbericht steht zum Download bereit unter: https://www.heidelberg.de/chancengleichheit > Geschlechtergerechtigkeit > Geschlechtergerechtigkeit im Beruf > Frauen und Männer in der Stadtverwaltung.

 

 

 

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