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Heidelberg: „Beistehen statt rumstehen“ – Ehrung aufmerksamer Zeuginnen

29. Juli 2022 | Blaulicht, Heidelberg

POL-MA: Heidelberg: "Beistehen statt rumstehen" - Ehrung aufmerksamer Zeuginnen
 

Am Donnerstagmittag wurden im Rahmen der Kampagne „Beistehen statt Rumstehen“ Frau Doreen S. und Frau Verena Z. für ihr couragiertes Einschreiten geehrt: Am frühen Abend des Montags, 08. März 2021, kam es auf dem Neckarvorland in Heidelberg-Neuenheim zu einer heftigen und lautstarken verbalen Auseinandersetzung zwischen einem jungen Mann und einer jungen Frau, die drohte weiter zu eskalieren. Auf dieses Geschehen wurden die beiden Damen, die gerade auf der Neckarwiese Frisbee spielten, aufmerksam. Durch das in der Folge gezielte und überlegte Eingreifen von Frau S. und Frau Z. konnte eine Eskalation des Geschehens mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit verhindert werden und der Aggressor zur Anzeige bei der Polizei gebracht werden. Frau S. und Frau Z. standen im anschließenden Ermittlungsverfahren als wichtige Zeuginnen zur Verfügung. Sie haben durch ihr aufmerksames und couragiertes Verhalten dazu beigetragen, dass eine junge Frau aus einer höchst prekären Situation befreit werden konnte.

Hierfür sprachen ihnen Heidelbergs Bürgermeister Wolfgang Erichson, EPHK Theo Härter (Leiter des Polizeireviers Heidelberg-Nord) und Knut Krakow (Geschäftsführer des Vereins Sicheres Heidelberg e.V.) ihren Dank aus und überreichten ihnen Urkunde und Präsent.

Die Kampagne „Beistehen statt rumstehen“ der Präventionsvereine Sicheres Heidelberg (SicherHeid) e. V., Prävention Rhein-Neckar e. V. und Sicherheit in Mannheim (SiMa) e. V., richtet sich inhaltlich an der bundesweiten Aktion „TU WAS“ aus. Die Auszeichnung in Form einer Urkunde und eines Präsents erhalten Menschen, die im Rhein-Neckar-Kreis, in Heidelberg oder in Mannheim couragiert handeln. Weitere Infos gibt es unter www.sicherheid.de.

Das Ziel der bundesweiten Aktion TU WAS, eine „Initiative für mehr Zivilcourage“ ist, innerhalb der Bevölkerung den Gedanken der Solidarität und des Helfens zu fördern. Oft wissen die Bürgerinnen und Bürger allerdings nicht, wie sie wirkungsvoll eingreifen können, ohne sich dabei selbst in Gefahr zu bringen.

Deshalb hat die Polizei sechs praktische Regeln für mehr Sicherheit zusammengestellt, die jeder anwenden kann und in diesem Fall von den beiden Zeuginnen beispielhaft angewandt wurden:

   - Hilf, aber bring dich nicht in Gefahr!
   - Ruf die Polizei unter 110!
   - Bitte Andere um Mithilfe!
   - Präg dir Tätermerkmale ein!
   - Kümmer dich um Opfer!
   - Sag als Zeuge aus!

Diese sechs Regeln helfen im Alltag couragiert zu handeln. Jeder kann achtgeben, Hilfe holen, sich Details merken, den Mund aufmachen – ohne sich selbst in Gefahr zu bringen. Denn jeder kann im Rahmen seiner Möglichkeiten helfen, dass eine Straftat verhindert oder aufgeklärt wird. Zum Helfen in Notsituationen ist man sogar gesetzlich verpflichtet!

Weitere Infos gibt es unter www.aktion-tu-was.de.

Quelle: Polizeipräsidium Mannheim

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