Weinheimer Kulturbüro bietet im Oktober und November Musikkabarett, ein Klavierkonzert mit einer weltberühmten Weinheimerin und ein komisches Schauspiel 

Mikulskas erstes Heimspiel

Alle Fotos: Patrick Weber

Weinheim. Das Corona-Jahr lässt kleine und individuelle Kultur-Veranstaltungen zu – mit Abstand und einem geregelten Zutritt der Besucher. Auf diese Weise wurde schon der gerade zurückliegende Kultursommer, in dem das Kulturbüro der Stadt die entscheidende Rolle gespielt hat, zum Erfolg. Die Bühne im Schlosshof  ist abgebaut; der Sommer ist vorbei. Jetzt kommt ein kleiner Kulturherbst in ganz ähnlicher Machart: Kreativ und breit gefächert, was die Genres angeht, persönlich und nah dran an den Künstlerinnen und Künstlern – und am guten Ende auch coronakonform.

Das Kulturbüro hatte anfangs des Jahres noch mit der kompakten Studiobühne gerechnet. Jetzt spielen die Akteure doch in den großen Saal der Stadthalle hinein, wo rund 130 Personen genügend Abstand voneinander halten können.

Den Start macht am Donnerstag, 1. Oktober, Daniel Helfrich mit Musik-Kabarett und seinem aktuellen Programm „Trennkost ist kein Abschiedsessen“. Darin befreit der Klavierkabarettist Daniel Helfrich das Thema „Trennung“ von seinem schlechten Ruf und entdeckt darin vor allem eines: riesengroßen Spaß. Nichts bleibt dem humorvollsten Trennungsexperten seit Heinrich dem 8. verborgen. Eine gelungene Mischung aus gehobenem Blödsinn, urkomischen Liedern und skurrilem gesellschaftskritischem Klavierkabarett mit absoluter Lachgarantie.

Am Donnerstag, 19. November, gibt die im Weinheimer Odenwald-Ortsteil Ritschweier lebende Pianistin Aleksandra Mikulska ein Klavierkonzert unter dem Titel „Im Rausch des Tanzes“ mit Werken von Karol Szymanowski, Julian Fontana, Frédéric Chopin und Ludwig van Beethoven. Es ist das erste livehaftige Heimspiel der 1981 in Polen geborenen Weltklasse-Pianistin, seit sie in den Odenwald gezogen ist. Im März  gehörte sie zu den Künstlern, die spontan den „Zweiburgenstream“ aus der Alten Druckerei gestalteten; sie hat damals nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Schon als Kind in Polen besuchte sie die Hochbegabtenklasse des Musikgymnasiums, kam mit 16 Jahren an die Städtische Musikschule nach Mannheim, studierte später in Karlsruhe, Imola und Hannover. Aleksandra Mikulska, die auch Präsidentin der deutschen Chopin-Gesellschaft ist, tritt auf großen internationalen Festivals auf.

Am Freitag, 20. November, geht es gleich weiter mit Bernd Lafrenz. Der Freiburger Schauspieler bewältigt Shakespeares große Dramen und Komödien auf der Bühne rasant und pointiert im Alleingang. Seine furiosen Shakespeare-Interpretationen zählen zu den Höhepunkten einer Melange zwischen Schauspiel und Comedy. Mit seinem komödiantischen Temperament, mit eigenen Texten voller  Phantasie und Originalität spielt er in ganz und gar eigener, urkomischer Manier sämtliche Rollen aus Shakespeares berühmtesten Werken. In der Weinheim Stadthalle spielt der gebürtige Kieler das Stück „Was ihr wollt – frei nach Shakespeare“. 

Alle drei Shows beginnen um 20  Uhr, Karten gibt es im Vorverkauf unter www.reservix.de

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