2000 Kinder heizen Väterchen Frost ein

Großer Weinheimer Sommertagszug am Sonntag, 31. März – Neun Musikkapellen, viele Wagen und große Gruppen 

 

Weinheim. Kommt er jetzt, oder kommt er nicht: Der Frühling? Von alleine, so scheint es, geht der Winter dieses Jahr nicht zu Ende. Da braucht es schon besondere Maßnahmen wie den Weinheimer Sommertagszug, er ist besonders traditionsreich und  der größte an der Bergstraße. Er findet dieses Jahr am 31. März statt; am Ende wird mitten auf dem Marktplatz der Winter verbrannt, symbolisch in Form eines mehrere Meter hohen Schneemanns aus Stoff.

Der Sommertagszug in Weinheim, der sich seit über 110 Jahren immer am Sonntag „Laetare“  durch die Stadt schlängelt, zählt auch in diesem Jahr an die 60 Zugnummern.  Es sind geschmückte  Wagen und Fußgruppen; das verspricht wieder einen bunten, lebendigen und frühlingshaften Umzug von der Peterskirche bis zum Marktplatz. Insgesamt werden es – inklusive der Musikanten in acht begleitenden Musikgruppen – rund 3000 Teilnehmer sein, etwa 2000 hiervon sind Kinder, weil die meisten Schulen und Kindergärten dabei sein. Frühlingslieder wie „Winter ade“ und die Weinheimer Sommertagshymne „Schdrischdraschdro, der Summerdag is do“ ertönen in den Straßen. Um 14 Uhr setzt sich der Zug an der Peterskirche in Bewegung, eine knappe Stunde später trifft er am Marktplatz ein.  Die größeren Grundschulen sind mit teilweise mehr als 200 Personen „am Zug“

Traditionell führen der Musikzug Starkenburg aus Heppenheim und der Brezelträger des Heimat- und Kerwevereins den Zug an. Dann folgen der Schneemann mit dem „Wintermann“ und dem „Sommermann“. Die Kinder haben sich wieder originelle Themen ausgedacht.

Ein begehrter Platz für Zuschauer ist die Bahnhofstraße, weil sich der Zug dort in einer Kehre selbst begegnet. Dort wimmelt es vor Frühling. In der Bahnhofstraße wird auch der aus Weinheim stammende Radiomoderator Frank Schuhmacher gemeinsam mit Sommertagszug-Kennerin Christina Eitenmüller die Zugnummern erklären. Der Zug führt dann vorbei an der „Weinheimer Reiterin“ über die Institutstraße zum Roten Turm und von dort zum Marktplatz. Die Strecke bleibt also trotz der Karlsberg-Baustelle gleich.

Der Weinheimer Sommertagszug hat Volksfestcharakter. Wie schon seit über 110 Jahren, so schlängelt sich der bunte Wurm durch die Innenstadt. Wenn sich der Schneemann den Flammen ergibt, ist der Winter endlich und endgültig besiegt. Dann  können die Weinheimer und ihre Gäste  die Attraktionen der Stadt genießen. Wenn es der Frühling gut meint,  kann man in den Cafés und Kneipen des Marktplatzes sogar schon draußen sitzen, oder oben von einer der beiden Burgen einen Blick auf Bergstraße und Rheinebene werfen, die gerade den Winter abgeschüttelt haben. Denn dafür ist der Sommertagszug ja da. 

Das Parken auf den öffentlichen Parkplätzen ist in Weinheim sonntags sowieso kostenlos. Auch das Museum der Stadt hat sonntags geöffnet.

Vor und während des Zuges durch die Innenstadt sind. die Grundelbachstraße,

die Bahnhofstraße sowie die Institutstraße und die westliche Grabengasse zeitweise für den Autoverkehr gesperrt.

Zum Sommertagszug wird der Busverkehr um Sonderfahrten erweitert. Weitere Infos können bei der Fahrplanauskunft des Verkehrsverbundes VRN abgerufen werden.

 

INFO: Die Teilnehmer können ab Montag, 25. März auf www.weinheim.de ihren genauen Platz im Zug und ihre Zugnummer einsehen, daraus ergibt sich auch die Reihenfolge der Aufstellung in der Grundelbachstraße ab 13 Uhr.

 

 

 

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