Kreisforstamt: Eine bayrische „Braut“ in Eberbach

Bei der mittlerweile schon traditionellen 15. Nadelwertholzsubmission in Eberbach präsentieren unterschiedliche Waldbesitzende die schönsten Stämme aus den verschiedenen Wäldern der Region und bieten sie einem internationalen Käuferkreis an. Die Submission ist somit ein Schaufenster der Ergebnisse jahrzehntelanger und generationsübergreifender Waldpflege und gleichzeitig ein Höhepunkt im forstlichen Jahresablauf.

Dieses Jahr haben insgesamt 22 Firmen ihre Gebote schriftlich und fristgerecht an das Kreisforstamt des Rhein-Neckar-Kreises gesendet, wobei kein einziger Stamm ohne Gebot blieb. Am Tag der Gebotseröffnung (17.02.2022) haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Forstamts die zahlreichen Angebote ausgewertet und die Zuschläge erteilt. Der Leiter der Holzverkaufsstelle, Michael Herwig, ist mit den Ergebnissen mehr als zufrieden: „Seit Aufzeichnungsbeginn 2008 haben wir noch nie höhere Durchschnittspreise bei der Lärche, der Douglasie und bei der Kiefer erzielt. Das passt auch insgesamt mit der aktuellen Lage am Holzmarkt zusammen. Holz, insbesondere mit dieser hervorragenden Qualität, ist als regionaler und klimafreundlicher Rohstoff derzeit einfach beliebt und wird entsprechend wertgeschätzt.“

Der wertvollste Stamm der Submission, „die Braut“, wie die Förster sagen, kommt in diesem Jahr aus dem Stadtwald Amorbach in Bayern. Eine stattliche Lärche mit 816 Euro je Festmeter hat den höchsten Preis erzielt. Käufer der etwa 140 Jahre alten Lärche ist ein Holzhändler aus Südbaden. Qualitativ hochwertiges Lärchenholz wird gerne in Furnierwerken veredelt. Bei dieser Form der Verarbeitung wird der Stamm in hauchdünne Blätter „gemessert“ oder „geschält“ und später als optische Oberfläche im Innenausbau oder für elegante Möbel und Türen verwendet.

Bei den angebotenen Douglasien konnte eine durchschnittliche Preissteigerung pro Festmeter im Vergleich zum Vorjahr von etwa 28 Prozent erreicht werden, bei den Lärchen sogar um 30 Prozent. Die angebotene Menge war dieses Jahr etwas geringer als 2021, da auf dem Submissionsgelände „In der Au“ weniger Platz zur Verfügung stand. Insgesamt konnten dennoch beachtliche 878 Festmeter – allein aus dem Nicht-Staatswald – angeboten werden. Die Lärche hatte mit einer Menge von etwa 480 Festmeter (über 50 Prozent) den größten Anteil, der Anteil der Douglasie lag bei 375 Festmetern (etwa 40 Prozent). Der Rest verteilte sich auf die Baumarten Fichte und Kiefer.

Quelle: Landratsamt RNK

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