Anmietung von Unterkünften für geflüchtete Menschen

Anmietungen von Gebäuden oder einzelnen Wohnungen erfolgen 2022 sukzessive nach Bedarf

Seit Anfang 2021 ist der Fachbereich Arbeit und Soziales der Stadt Mannheim auf der Suche nach geeigneten Unterkünften für geflüchtete Menschen. Aktuell mietet die Stadt Mannheim ein Gebäude als Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete im Stadtbezirk Rheinau an, in dem 100 Menschen leben können. Die Zimmer sind mit Pantry-Küchen und kleinen Bädern so ausgestattet, dass sich Familien oder Einzelpersonen weitgehend selbständig versorgen können. Weiterhin gibt es einen Gemeinschaftsraum im Gebäude sowie einen kleinen Außenbereich. In einem weiteren Objekt im Stadtbezirk, in dem 2015 schon einmal Geflüchtete wohnten, erfolgt vorübergehend eine zimmerweise Anmietung für bis zu 200 Personen in der vorläufigen Unterbringung.

Neben diesen jüngsten Anmietungen betreibt die Stadt eine Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete auf Spinelli, in der rund 100 Menschen leben können. Die Gemeinschaftsunterkunft auf Columbus mit rund 300 Plätzen steht – nach aktuellem Stand – noch bis Ende des Jahres zur Verfügung. Darüber hinaus sind derzeit geflüchtete Personen in verschiedenen angemieteten Wohnungen oder Zimmern über das Stadtgebiet verteilt untergebracht.

Eine gesicherte Prognose zu den 2022 zu erwartenden ankommenden Geflüchteten kann gegenwärtig nicht erfolgen. Auf Basis der aktuell steigenden Zugangszahlen und der außenpolitischen Gesamtsituation ist jedoch davon auszugehen, dass die gegenwärtig zur Verfügung stehenden Kapazitäten nicht ausreichen werden. Gleichzeitig müssen Ersatzkapazitäten für die auf Columbus zukünftig wegfallenden Wohneinheiten gesucht werden. Die Stadt Mannheim ist deshalb auf der Suche sowohl nach weiteren geeigneten Objekten sowohl Gemeinschaftsunterkünfte als auch einzelne Wohnungen.

Nachdem das Land Baden-Württemberg die Landeserstaufnahmeeinrichtung (LEA) in Mannheim temporär geschlossen hat, um das Gebäude zu sanieren, ist die Stadt seit Beginn des Jahres 2021 dazu verpflichtet, Geflüchtete aufzunehmen. Bis Ende Dezember 2021 hat die Stadt knapp 500 Menschen in der vorläufigen oder Anschlussunterbringung aufgenommen, die ihr nach dem Flüchtlingsaufnahmegesetz zugewiesen wurden. Seit 2019 kamen 57 Menschen im Rahmen der Initiative „Sicherer Hafen“ nach Mannheim. Wenn die erforderliche Sanierung des Gebäudes in der Industriestraße abgeschlossen ist, plant das Land, diese erneut zur Erstaufnahme von Flüchtlingen in Betrieb zu nehmen. Ab diesem Zeitpunkt wird Mannheim von der Zuweisung von Flüchtlingen wieder (teilweise) befreit werden.

Quelle: Stadt Mannheim

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