Appell an trinkfreudige Narren

IG Marktplatz sensibiliert  mit einer Plakataktion gegen mitgebrachte Getränke am Straßenfasching

 

Weinheim. Es ist ohne Frage eine Unart, bei Feiern und Festen auf öffentlichen Plätzen eigene Getränke mitzubringen. Denn derart „wildes Trinken“ birgt einige Risiken. Flaschen – egal ob aus Glas oder Plastik – verursachen Müll, teilweise gefährlichen Müll. Und mindestens genauso schlimm: Die Wirte und andere Gastgeber können den Alkoholkonsum nicht kontrollieren, was schon aus Jugendschutzgründen kritisch ist.

Auch beim Weinheimer Straßenfasching am Faschingsdienstag wurde die Unart in den vergangenen Jahren immer mehr zum Problem. „Manche Gruppen kamen mit Leiterwagen voll eigener Getränke“, erinnert sich Gerald Haas von der veranstaltenden IG Marktplatz. Am nächsten Morgen musste tonnenweise Glasmüll entsorgt werden, der Bauhof musste den Marktplatz von Scherben säubern.

In der IG Marktplatz, berichten deren Sprecher Carmen Hau und Juan Salazar, habe man immer wieder diskutiert, ob man zum Straßenfasching den Marktplatz mit Bauzäunen absperren und Einlasskontrollen anordnen solle. Andernorts bei Feiern auf öffentlichen Plätzen gibt es solche Vorkehrungen bereits.

„Aber das würde die Atmosphäre und das einzigartige Ambiente des Marktplatzes zerstören“, erklärt Carmen Hau. Die Marktplatzwirte setzen dieses Jahr  am Faschingsdienstag, 5. März daher  – gemeinsam mit der Stadt – nochmal auf Aufklärung. Mit einer Plakataktion appellieren sie ab dieser Woche an die Gäste des Straßenfaschings. Die Plakate mit der Aufschrift „Flaschen müssen draußen bleiben“ vor der Silhouette des Marktplatzes sollen schon in den Tagen vor Fasching in den Lokalen am Marktplatz ausgehängt werden und am Tag selbst in Plakatständern an den Zugängen stehen. Mitgebrachte Getränke seien außerdem auch nicht fair gegenüber den Wirten, die das Programm des Mittags bezahlen und es über ihren Umsatz finanzieren, heißt es. Los geht es am 5. März übrigens um 13.11 Uhr – und wenn es draußen zu kühl und dunkel ist, geht es in den Lokalen weiter. Neben dem Appell schlagen die Wirte auf dem Plakat aber auch versöhnliche Töne an: „Wir sind gerne Eure Gastgeber und wünschen viel Spaß!“

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