Baden-Württemberg: Zahl der Hochbetagten hat sich seit 1970 versechsfacht

306 200 Personen sind mindestens 85 Jahre alt, darunter 2 100 sogar 100 Jahre oder älter

Symbolbild: envato

In Baden-Württemberg lebten am 31.12.2019 rund 306 200 Personen, die 85 Jahre oder älter waren.1 Zwei Drittel in dieser Altersgruppe der Hochbetagten sind Frauen (199 800) und lediglich ein Drittel Männer (106 400). Immerhin rund 2 100 sind sogar bereits 100 Jahre oder älter, davon 1 700 Frauen und 400 Männer.

Die Zahl der 85-Jährigen und Älteren hat seit Gründung des Südweststaats im Jahr 1952 einen neuen Höchststand erreicht und sich allein seit 1970 versechsfacht (Schaubild). Bis zum Jahr 2050 könnte sich die Zahl der Hochbetagten nochmals mehr als verdoppeln, so das Statistische Landesamt. Dass künftig die Zahl älterer Menschen weiter ansteigen wird, ist für sozial- und speziell altenpolitische Planungen von besonderer Bedeutung, da es sich hierbei um eine Bevölkerungsgruppe mit einem hohen Pflegerisiko handelt.

Die Gründe für diese Entwicklung sind zum einen auf die Altersstruktur der Bevölkerung und zum anderen auf die stetig steigende Lebenserwartung zurückzuführen: Ein neugeborener Junge kann heute in Baden-Württemberg auf eine durchschnittliche Lebenserwartung von knapp 80 Jahren hoffen, ein neugeborenes Mädchen sogar auf gut 84 Jahre. Damit liegt die Lebenserwartung Neugeborener nach Angaben des Statistischen Landesamtes um knapp 10 Jahre bei den Frauen bzw. um gut elf Jahre bei den Männern höher als zu Beginn der 1970er-Jahre.

Die meisten Hochbetagten leben im Stadtkreis Stuttgart (17 000), dem einwohnerstärksten Kreis in Baden-Württemberg. Allerdings liegt deren Anteil an der Gesamtbevölkerung mit 2,7 % nur knapp im Landesdurchschnitt (2,8 %). Am höchsten ist dieser Anteil in Baden-Baden: Dort sind 3,8 % der Bevölkerung 85 Jahre oder älter; jeder 27. Bürger in der Kur- und Bäderstadt zählt damit zu dieser Altersgruppe. Am geringsten ist der Hochbetagtenanteil in den Landkreisen Tübingen und Biberach sowie in der Stadt Freiburg im Breisgau mit lediglich 2,3 bzw. 2,4 % (Kreistabelle).

1Alle Werte im Text sind auf 100 Personen gerundet.

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