Corona-Flächentests in Alten- und Pflegeheimen im Rhein-Neckar-Kreis sowie in der Stadt Heidelberg: Bislang bei 1004 Tests kein Virusnachweis

Vorsichtig und konzentriert führt die Heidelberger Medizinstudentin Inessa Beck ein Stäbchen bei Ruth Frühauf in das linke Nasenloch ein. Die 93-jährige Bewohnerin des GRN-Seniorenzentrums Schwetzingen lässt das Prozedere mit stoischer Ruhe über sich ergehen. Sie ist eine von mehreren tausend Seniorinnen und Senioren, die vom Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises im Rahmen einer Flächentestung auf Corona-Infektionen in Alten- und Pflegeheimen im Landkreis sowie in der Stadt Heidelberg getestet wird.

 

Ruth Frühauf willigte gleich ein, als sie vom GRN-Seniorenzentrum Schwetzingen gefragt wurde, ob sie sich auf SARS-CoV-2 testen lassen möchte. Die Teilnahme an der von der Landesregierung angekündigten landesweiten flächendeckenden Testung ist nämlich für alle Bewohnerinnen und Bewohner der Pflegeeinrichtungen freiwillig. Dieser Flächentest dient dazu, einen Überblick über das Infektionsgeschehen in dieser besonders schutzbedürftigen (vulnerablen) Personengruppe zu erhalten. „Dadurch dass wir in einem Zeitraum von mehreren Wochen in derselben Fokusgruppe testen, erhoffen wir zudem Aufschluss, inwieweit sich Lockerungen wie etwa ein aufgehobenes Besuchsverbot auswirken könnten“, erläutert Dr. Britta Knorr, einen weiteren Aspekt. Die Ärztin koordiniert seitens des Gesundheitsamtes die Flächentestung im Rhein-Neckar-Kreis und der Stadt Heidelberg, für die ihr Amt ebenfalls zuständig ist.

 

Sowohl die Rückmeldungen, was die Einwilligungserklärungen betrifft, als auch die bisherigen Ergebnisse stimmen Dr. Knorr und ihr Team zuversichtlich. „Bislang haben wir in 18 Einrichtungen 1004 Personen abgestrichen – alle Testergebnissen auf SARS-CoV-2 ergaben keinen Virusnachweis“, erklärt sie den Stand von Montag, 18. Mai.

 

Zur Abklärung einer Infektion entnimmt im Auftrag des Gesundheitsamtes geschultes medizinisches Personal eine Probe mit einem Wattestäbchen aus den oberen und/oder tiefen Atemwegen als Abstrich aus dem Nasen-, Mund-, Rachenbereich. „Das war schon ein bisschen unangenehm, aber es ging schnell – und was muss, das muss“, erklärt die Schwetzingerin Ruth Frühauf mit einem verschmitzten Lächeln. „Die Rückmeldungen, die unsere Teams vor Ort von den Seniorinnen und Senioren erhalten, sind durchweg freundlich und herzlich“, sagt Dr. Britta Knorr. Das Personal der Pflegeeinrichtungen kann sich übrigens im Zuge der Testung bestimmter Fokusgruppen (vgl. PM vom 30. April) über die Test-Center des Gesundheitsamtes – unabhängig von Symptomatik oder Kontakt zu erkrankten Personen – testen lassen. Der Zugang zum Test erfolgt bei einem Testzentrum in räumlicher Nähe des Wohnortes über eine Terminvergabe bei der Hotline des Gesundheitsamts unter der Telefonnummer 06221/522-1881.

 

Bildhinweis:

Quelle: GRN, Abdruck im Zusammenhang mit dieser Pressemitteilung honorarfrei, Einwilligung der Bewohnerin für das Foto liegt vor.

 

Bildunterschrift: Bewohnerin Ruth Frühauf wird von Inessa Beck (Gesundheitsamt) abgestrichen.

Bildunterschrift: Das Stäbchen mit der Probe wird anschließend übergeben und verpackt.

 

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