Bleiben Sie informiert  /  Freitag, 06. Februar 2026

Informationen von Hier

Termine, Adressen, Vereine,
Lokalpolitik, Berichte und
Wirtschaftsinformationen

Direkt zur Redaktion

[email protected]

Aktuelle Nachrichten und Berichte aus Mannheim und Ludwigshafen

Die Brut- und Setzzeit der Wildtiere hat begonnen

21. Mai 2019 | Leitartikel, Metropolregion, Natur & Umwelt

Wildtierbeauftragter des Rhein-Neckar-Kreises: Bitte die Jungtiere nicht anfassen

 

Wildschweine auf der Ketscher Rheininsel, Foto: Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis

Das schöne Frühlingswetter lockt die Menschen zunehmend hinaus in Wald, Feld und Flur, um zu wandern, Rad zu fahren oder sonstige Freizeitaktivitäten zu betreiben. Gleichzeitig und fast unbemerkt beginnt die Brut- und Setzzeit der Wildtiere. Der Wildtierbeauftragte des Rhein-Neckar-Kreises, Dorian Jacobs, bittet dringend darum, Wildtiere und ihren Nachwuchs vor Störungen zu schützen, auf den Wegen zu bleiben, Hunde an der Leine zu halten und keinesfalls Jungtiere anzufassen. Wildtiere nehmen den Menschen und Hunde auf Wegen nicht als Bedrohung wahr, das haben wissenschaftliche Untersuchungen gezeigt. Hunde können aber beim Stöbern im Wald durchaus von Wildschweinbachen, die ihre Frischlinge verteidigen, angegriffen werden. Auch wenn es auf den ersten Blick nicht zu sehen ist, werden Jungtiere oder Jungvögel, die scheinbar allein und verlassen sind, dennoch von den Elterntieren versorgt. Das einsame Ablegen der Jungtiere dient zum Schutz vor Fressfeinden. Rehkitze, die alleine und regungslos verharren, sind, auch durch den fehlenden Eigengeruch, für ihre Feinde nahezu unauffindbar. Auch kleine Feldhasen sitzen oft scheinbar allein gelassen im Gras. Die Hasenmütter säugen diese aber in regelmäßigen Abständen mit lang sättigender, fettreicher Milch.

 

Deshalb ist es wichtig, sich beim Auffinden von Tierkindern rasch zu entfernen, damit die Elterntiere sie ungestört versorgen können. Jungtiere dürfen auf keinen Fall berührt werden, sonst überträgt sich der menschliche Geruch auf die Tiere. Dies kann dazu führen, dass die Jungtiere von den Eltern verlassen werden und verhungern. Zudem besteht beim ungeschützten Berühren von Wildtieren grundsätzlich eine Ansteckungsgefahr durch auf den Menschen übertragbare Krankheiten. Hunde sollten auch auf freiem Feld nicht unbeaufsichtigt laufen gelassen werden, denn dort sitzen die kleinen Hasen und auch bodenbrütende Vögel, wie beispielsweise Rebhühner oder Fasane. Diese sogenannten Niederwildarten werden bei uns im Rhein-Neckar-Kreis durch verschiedene Projekte, bei denen Landwirte, Naturschützer und Jäger Hand in Hand arbeiten in Ihrem Bestand geschützt und gefördert.

 

Es ist also ganz einfach, durch kleine Einschränkungen im Verhalten Rücksicht auf Wildtiere und ihren Nachwuchs zu nehmen und trotzdem die Natur zu genießen. Fragen dazu beantworten die ortsansässigen Jäger und der Wildtierbeauftragte des Rhein-Neckar-Kreises, Dorian Jacobs, Tel. 06221 522-2139.

Das könnte Sie auch interessieren…

Betrunkener Fahrgast greift Fahrer an

In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag ist es in Heidelberg zu einem körperlichen Übergriff auf einen Fahrer eines privaten Fahrdienstes gekommen. Ein 38-Jähriger hatte gegen 1 Uhr einen 24-jährigen Fahrgast aufgenommen. Während der Fahrt kam es in der Straße Im...

Swanseaplatz wird erneuert

Baustart für den neuen Swanseaplatz in Mannheim Die Stadt Mannheim hat mit der Erneuerung des Swanseaplatzes in der westlichen Innenstadt begonnen. Oberbürgermeister Christian Specht eröffnete gemeinsam mit Erster Bürgermeisterin Prof. Dr. Diana Pretzell und...

Schwetzingen profitiert von RadKULTUR – Neues Programm ab 2026

Schwetzingen hat 2025 als eine von fünf Förderkommunen intensiv von der Initiative RadKULTUR des Verkehrsministeriums Baden-Württemberg profitiert. Während des Förderzeitraums wurden zahlreiche Aktionen rund ums Fahrrad angeboten, darunter ein...

Hier könnte Ihr Link stehen

Mannheim – Veranstaltungen / Gewerbe

MaNa informiert

Werbung

Hier könnte Ihr Link stehen

Themen

Zeitreise

MaNa informiert