Die Hoffnung auf den Sommertag

Stadt plant für den 27. März einen Umzug wie vor Corona – „Plan B“ für den Waidsee – Schneemann als neues Symbol

Der Schneemann wird brennen am Sonntag, 27. März in Weinheim, aber die Hoffnung lebt weiter – sie stirbt bekanntlich zuletzt: Das Weinheimer Kulturbüro plant derzeit hoffnungsvoll einen Sommertagszug wie er über 100 mal vor Corona stattgefunden hat: Durch die Stadt mit vielen hundert Kindern und einer zeremoniellen Verbrennung auf dem Marktplatz. „Im Moment sind die Aussichten gut, dass die Pandemiebedingungen das Ende März zulassen“, teilte Oberbürgermeister Manuel Just am Donnerstagabend den Mitgliedern des Sommertagskomitees mit.

Für diese optimistische Linie bekam die Stadt in der Komiteesitzung Rückendeckung. Es dürfe nicht sein, so der Tenor, dass ausgerechnet die Kinder noch einmal auf eine Veranstaltung verzichten müssen, zumal in einer Phase von Lockerungen. „Wir werden ermöglichen, was wir können“, versicherte der OB.

So stehen die Chancen gut, dass der Sommertagszug an diesem Sonntag Laetare wieder in bewährter Form stattfinden wird. Mit der Zugaufstellung in der Grundelbachstraße, dem Start in der Unteren Hauptstraße um 14 Uhr, über Bahnhofstraße, Institutstraße und vorbei am Roten Turm zum Marktplatz. Mit Schulen und KiTas, mit Vereinen, Musikkapellen und allem was dazugehört.

Tina Fieger vom Weinheimer Kulturbüro erläuterte in der Sitzung, dass man bei der Organisation so flexibel und spontan sein möchte wie möglich. Die Anmeldefrist für Vereine und Gruppen ist daher bis zum 18. März verlängert worden.

Falls sich die Pandemielage und die entsprechenden Verordnungen nicht so gut entwickeln wie es im Moment erwartet wird, hat das Kulturbüro aber trotzdem noch einen „Plan B“ in der Schublade. Dann würde man das eingezäunte Gelände des Waidsee-Strandbades nutzen, um dort mit Einlasskontrolle eine Prämierung der Gruppen und die Schneemann-Verbrennung zu organisieren. „Jedenfalls ist eine komplette Absage keine Option“, versicherte OB Just nochmals.

So war die Vorfreude im Sommertagskomitee spürbar wie ein Frühlingsgefühl im März. In jedem Fall liefert der traditionsreiche Umzug eine Neuigkeit: es wird erstmals keine Sommertagszugplakette mehr geben. Das hatte das Komitee schon länger beschlossen, nachdem Plakettenmaler Günther Fritz verstorben ist. Man wollte die Plaketten nicht ohne seine Handschrift fortzsetzen. Jetzt gibt es jedes Jahr eine kleine originelle Spielzeugfigur als Erinnerungsstück. Entworfen wird sie jeweils individuell vom Weinheimer Grafik-Designer Bernhard Kück, der auch Mitglied im Sommertagskomitee ist. Die neue Zeit beginnt mit einem acht Zentimeter großen Schneemann, den Kück präsentierte. Er besteht aus einem zertifizierten Spielwaren-Kunststoff, ist „made in germany“ handbemalt und schadstofffrei.

3500 Stück hat die Stadt angeschafft. Jeder Teilnehmerin und jeder Teilnehmer bekommt – wie früher bei den Plaketten – ein Exemplar kostenlos. Weitere werden am 27. März erstmals während des Zuges für 6 Euro pro Stück verkauft. So lange der Vorrat reicht.

Quelle: Stadt Weinheim

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