Bleiben Sie informiert  /  Montag, 23. März 2026

Informationen von Hier

Termine, Adressen, Vereine,
Lokalpolitik, Berichte und
Wirtschaftsinformationen

Direkt zur Redaktion

[email protected]

Aktuelle Nachrichten und Berichte aus Mannheim und Ludwigshafen

Die Köchin des Kommandanten-zwei Wege nach Auschwitz

26. Februar 2019 | Das Neueste, Kultur, Weinheim

 „Weinheim bleibt bunt“ präsentiert einen Dokumentarfilm mit Weinheimer Bezug; am 17. März im Kino „Modernes Theater“ – Kostenlose Schülervorstellungen geplant!

Weinheim. Das Leben der jungen Sophie Stippel aus Mannheim wurde schon früh zur Leidenszeit. Bereits 1936 geriet sie als Mitglied der Bibelforscher (heute Zeugen Jehovas) ins Visier des NS Regimes. Nach Verhaftung und Gefängnisaufenthalten in Bruchsal und Mannheim wurde Sie 1938 ins erste Frauen-Konzentrationslager Lichtenburg deportiert. Von da ging ihr Weg 1939 nach Ravensbrück und schließlich März 1942 nach Auschwitz. Dort begegnet Sie als Gefangene noch auf der Rampe einem Mann, den sie aus Kindheitstagen in Mannheim kennt: Rudolf Höß, Lagerkommandant und einer der schlimmsten Massenmörder des NS-Regimes. Auch Höß erkennt Sophie Stippel und holt sie als Köchin in seine private Villa, die in Sichtweite der Gaskammern steht.

Es ist eine Geschichte von Leid und Grausamkeit, die 2018 in einem Buch und einem 60-minütigen Dokumentarfilm festgehalten worden ist; beides wurde vom MARCHIVUM, Mannheims Archiv, Haus der Stadtgeschichte und Erinnerung (vormals Stadtarchiv Mannheim ISG) angestoßen. Der Weinheimer Enkel der Verfolgten, Gerald Sander, hatte die Dokumente über das Leben seiner Großmutter gefunden und dem MARCHIVUM zur Verfügung gestellt. Sophie Stippel hat diese Leidenszeit überlebt und ist erst 1985 in Weinheim verstorben. 

Am Sonntag, 17. März, 11 Uhr, wird im Weinheimer Kino „Modernes Theater“ der Dokumentarfilm „Die Köchin des Kommandanten-zwei Wege nach Auschwitz“  zu sehen sein. Im Vorfeld hat sich der Sprecherkreis des Bündnisses „Weinheim bleibt bunt“ mit dem Enkelsohn in Verbindung gesetzt und wird den Film mit anschließender Talk-Runde präsentieren.

Der 17. März fällt in die Internationalen Wochen gegen Rassismus. Der Enkel und die Projektleiterin des MARCHIVUM Karen Strobel, werden als Talk-Gäste zum Film anwesend sein und weitere Hintergründe zur Entstehung des Films beisteuern können. 

Der Eintritt für den Film kostet 7 Euro pro Person, das Bündnis „Weinheim bleibt bunt“ übernimmt weitere Kosten für Schülervorstellungen im Kino (interessierte Lehrerinnen und Lehrer können zur weiteren Absprache sich mit dem Kino in Verbindung setzen, Telefon 06201-6 21 55).

Eine Woche später, am Sonntag, 24. März, wird der Film noch einmal um 11 Uhr im Kino „Brennessel“ in Hemsbach gezeigt.

Das könnte Sie auch interessieren…

Zusammenstoß zweier Straßenbahnen in Mannheim – hoher Sachschaden

Am Samstagabend kam es in Mannheim zu einem Zusammenstoß zwischen zwei Straßenbahnen der Linien 4 und 4A. Nach bisherigen Erkenntnissen wollte ein 46-jähriger Fahrer der Linie 4 von der Friedrich-Ebert-Straße nach rechts in Richtung Schafsweide abbiegen. Aus bislang...

25-Jähriger leistet Widerstand und beleidigt Polizeibeamte

In Mannheim ist es in der Nacht auf Samstag vor einer Diskothek in den Quadraten zu einem Polizeieinsatz gekommen. Gegen 03:15 Uhr musste ein 25-jähriger Mann nach Streitigkeiten mit anderen Gästen die Diskothek verlassen. Im Anschluss geriet er vor dem Lokal mit...

Angriff mit Getränkedose– Tatverdächtiger festgenommen

In Heidelberg ist eine 35-jährige Frau in der Nacht auf Samstag Opfer eines Angriffs geworden. Gegen 00:55 Uhr schlug ein 41-jähriger Mann im Bereich Czernyring/Eppelheimer Straße unvermittelt mit einer Getränkedose auf die Frau ein. Die Geschädigte erlitt dabei...

Hier könnte Ihr Link stehen

Mannheim – Veranstaltungen / Gewerbe

MaNa informiert

Werbung

Hier könnte Ihr Link stehen

Themen

Zeitreise

MaNa informiert