Digitale Fahrradboxen fördern klimafreundliche Mobilität und erleichtern Verbindung von Nah- und Radverkehr

Mit dem Fahrrad und öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sein und dabei sein Zweirad trocken und sicher abgestellt wissen – das ist ab sofort an der Endhaltestelle der Linie 2 in Feudenheim möglich. Hier hat die Stadt Mannheim digitale Fahrradboxen errichten lassen, die durch die Mannheimer Parkhaus Betriebe GmbH (MPB) betrieben werden.

Feudenheim Endhaltestelle Fahrradboxen mit BM Diane Pretzell und Ralf Eisenhauer
Foto Thomas Troester

Die elf Boxen sind der Auftakt einer Bike&Ride-Offensive: Zeitgleich gehen weitere zehn die Boxen an der S-Bahn-Station Seckenheim auf der Hochstätt in Betrieb. Bis Ende des Jahres werden sukzessive die Standorte Waldhof Bahnhof, Sandhofen Endstelle, S-Bahnhof Arena/Maimarkt, S-Bahnhof Friedrichsfeld-Süd und Seckenheim OEG-Bahnhof folgen. Die Standorte wurden bewusst so gewählt, dass eine optimale Anbindung an S-Bahn und Stadtbahn möglich ist. Damit erfahren die Mannheimer Stadtrandbezirke eine Stärkung im Mobilitätsnetz.

Für die dann insgesamt 70 Boxen an sieben Standorten und die zugehörige digitale Buchungsplattform wurden insgesamt rund 500.000 Euro investiert. Das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) fördert die Maßnahme mit Mitteln aus dem Förderprogramm „Digitalisierung kommunaler Verkehrsmittel“ in Höhe von 210.000 Euro, weitere Fördermittel sind beim Land Baden-Württemberg angemeldet. Der für Verkehrsplanung und Mobilität zuständige Bürgermeister Ralf Eisenhauer und die für die Bauausführung zuständige Bürgermeisterin Prof. Dr. Diana Pretzell eröffneten die neuen Boxen am Mittwochnachmittag im Beisein von MPB-Geschäftsführerin Natalie Waterboer sowie Christian Wühl, Abteilungsleiter Planung und Angebot beim Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN), ein.

„Neben dem stetigen Ausbau von neuen Radverbindungen ist es ebenso wichtig, gute Rahmenbedingungen zu schaffen. Dazu zählt auch, passende Abstellmöglichkeiten zu bieten, um mit dem Rad die letzte Meile vom Wohnort oder Arbeitsplatz zur S-Bahn oder Stadtbahn zurückzulegen. Mit den Fahrradboxen wird Pendeln noch einfacher. Durch die Kombination aus Radverkehr und öffentlichem Nahverkehr schaffen wir es, eine alternative, zukunftsfähige Mobilität in Mannheim zu sichern“, erläuterte Bürgermeister Ralf Eisenhauer.

Feudenheim Endhaltestelle Fahrradboxen mit BM Diane Pretzell und Ralf Eisenhauer
Foto Thomas Troester

Bürgermeisterin Prof. Dr. Diana Pretzell erklärte: „Die Fahrradboxen sind ein weiterer Schritt zu einer neuen Mobilität, die Spaß macht und die Klimaziele unserer Stadt stärkt. Die Boxen animieren Bürgerinnen und Bürger, das Auto stehen zu lassen und ihre Wege stattdessen mit dem Rad und Bus oder Stadtbahn zurückzulegen, gleichzeitig werten sie die Umgebung der Haltestellen gestalterisch auf.“

Natalie Waterboer betonte, dass die Mannheimer Parkhausbetriebe das Thema Fahrradparken als Ergänzung des bisherigen Geschäftsfeldes entwickeln: „Auf der Nordseite des Hauptbahnhofs betreiben wir bereits ein Fahrradparkhaus mit rund 800 Stellplätzen. Ein weiteres neues Fahrradparkhaus am Lindenhofplatz ist in Bau. Mit den Fahrradboxen wird das Angebot im Stadtgebiet direkt an den Haltestellen des öffentlichen Nahverkehrs erweitert. Besonders hochwertige Fahrräder sind hier deutlich besser vor Diebstahl und Vandalismus geschützt.“

„Der öffentliche Nahverkehr funktioniert, wenn er eng an den Bedürfnissen der Nutzerinnen und Nutzer orientiert ist. Die Endhaltestelle in Feudenheim ist ein wichtiger Umsteigepunkt vom Stadtteil in die Innenstadt und erfährt durch die neuen Fahrradboxen eine Aufwertung“, fügte Christian Wühl an.

Feudenheim Endhaltestelle Fahrradboxen mit BM Diane Pretzell und Ralf Eisenhauer
Foto Thomas Troester

Digitale Anmietung
Die Boxen sind mit elektronischen Schlössern, LED-Beleuchtung und Kleiderhaken ausgestattet und haben eine komfortable Größe von 2m x 1m x 1,45m. Die Flächen wurden für den Bau vom Eigenbetrieb Stadtraumservice an mehreren Stationen hergerichtet und ertüchtigt. Besonders innovativ: Ein Viertel der Boxen ist mit einer Steckdose ausgestattet, sodass E-Bikes während des Abstellens aufgeladen werden können. Angemietet werden die Boxen ausschließlich vorab über das digitale Online-Buchungssystem des VRN unter www.vrnradbox.de. Alle Boxen können sowohl tages- als auch halbjahresweise gemietet werden. Je nach Ebene, Lademöglichkeit und Mietdauer beträgt dies zwischen 1,50 Euro pro Tag und 120 Euro für sechs Monate.

Weitere Angebote von Rad und ÖPNV
Die Stadt Mannheim und der VRN arbeiten bereits seit vielen Jahren erfolgreich zusammen, um alternative Mobilität in der Stadt anzubieten. Mit den VRNnextbikes stehen an aktuell 85 Stationen im Stadtgebiet – jüngst hinzugekommen im Glücksteinquartier oder am S-Bahnhof Waldhof – insgesamt rund 500 Smartbikes zur Verfügung. An sieben Stationen können zudem 12 eCargobikes für den Transport größerer Gegenstände geliehen werden.

Quelle: Stadt Mannheim

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