„Es ist nur ein Dorf“ – Schwetzingen mit den Augen Leopold Mozarts

Vernissage am 28. April 2019, 11 Uhr im Karl-Wörn-Haus

 

© Internationale Stiftung Mozarteum (ISM)

Schwetzingen. (zg) In diesem Jahr wird weltweit der 300. Geburtstag des Komponisten Leopold Mozart (1719-1787) gefeiert. Die sogenannte „Wunderkindreise“ führte Leopold Mozart mit seinen beiden Kindern Maria Anna („Nannerl“) und Wolfgang Amadeus im Hochsommer des Jahres 1763 auch nach Schwetzingen. Von diesem Aufenthalt sind nicht nur Reisenotizen überliefert, sondern auch ein recht ausführlicher Brief. Diesen schrieb Leopold Mozart am 19. Juli 1763 seinem Freund und Gönner, dem überaus wohlhabenden Salzburger Kaufmann Johann Lorenz Hagenauer. Darin berichtete er auch über die allgemeinen Verhältnisse am Ort und in der umliegenden Kurpfalz zur Zeit des Kurfürsten Carl Theodor (1724-1799). Dieser Brief wie auch die ergänzende Überlieferung sind gleichzeitig Fix- und Ausgangspunkt der Ausstellung.

 

Ausgehend von der Person Leopold Mozarts erfährt man in der Ausstellung, welche Entwicklung die Sommerresidenz Schwetzingen in dieser Zeit nahm. Der Ausbau des Marktfleckens war in vollem Gange, die Kirchen wurden „barockisiert“ und Gaststätten zahlreich eröffnet. Musiker bevölkerten den Ort und Wissenschaftler kamen wegen des kurfürstlichen Hofes nach Schwetzingen. Während sich die Hofgesellschaft bei der Jagd vergnügte, musste die Bevölkerung wegen des Ausbaus des Schlossgartens um ihre Lebensgrundlage fürchten. Arm und Reich standen sich hier gegenüber.

 

Die Ausstellung entstand durch eine Kooperation des Karl-Wörn-Hauses, Museum der Stadt Schwetzingen mit dem Stadtarchiv Schwetzingen (Joachim Kresin), der Forschungsstelle Südwestdeutsche Hofmusik der Heidelberger Akademie der Wissenschaften (Dr. Rüdiger Thomsen-Fürst) und dem Historischen Institut der Universität Mannheim (Prof. Dr. Hiram Kümper).

Die Ausstellung wird am 28. April 2019 um 11 Uhr im Rahmen einer Vernissage feierlich eröffnet. Neben Redebeiträgen von Schwetzingens Oberbürgermeister Dr. René Pöltl, der Leiterin der Forschungsstelle Südwestdeutsche Hofmusik der Heidelberger Akademie der Wissenschaften Prof. Dr. Silke Leopold sowie der Museumsleitung wird durch Tanja Hamleh und Albrecht von Stackelberg für einen passenden musikalischen Rahmen gesorgt.

 

Die Ausstellung läuft bis zum 28. Juli 2019 und ist donnerstags und freitags von 10 bis 12 und 14 bis 17 Uhr sowie samstags und sonntags zwischen 11 und 17 Uhr geöffnet.

 

Öffentliche Führungen durch die Museumsleitung finden nach Anmeldung per Telefon oder Mail am 9. Mai, 27. Juni und 25. Juli, jeweils um 18:30 Uhr, statt. Darüber hinaus werden als besonderes Begleitprogramm zwei Kochworkshops angeboten, die auf die Ernährungsgewohnheiten des 18. Jahrhunderts eingehen und auch einen „praktischen“ Teil mit Süßspeisen beinhalten. Am 10. Mai zwischen 16 Uhr und 17:30 Uhr dürfen sind Kinder zwischen 8 und 14 Jahren versuchen; am 17. Mai dürfen zwischen 17 und 18 Uhr die Erwachsenen an den Herd. Die Teilnahme ist kostenlos, die Teilnehmerzahl auf max. 10 Personen begrenzt. Eine verbindliche Anmeldung per Telefon oder E-Mail ist Voraussetzung für eine Teilnahme am Workshop.

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