Gegen das Bienensterben: Stadt Weinheim ergänzt ihre Grünflächen immer mehr mit blühenden Blumenwiesen

Eine Weide für die Insekten

Weinheim. Mitte Mai dürfte der Tisch gedeckt sein: Das Grünflächen- und Umweltamt der Stadt Weinheim unternimmt etwas gegen das beängstigende Bienensterben. Nach und nach ergänzt die Stadt ihre Grünflächen an Straßenrändern um bienenfreundliche Blumenwiesen. Im Moment arbeiten die Stadtgärtner gerade an einem rund 300 Meter langen Grünstreifen im Multring, der in sechs bis acht Wochen als üppig blühende Blumenwiese eine ökologische Visitenkarte der Stadt werden soll. Bürgermeister Dr. Torsten Fetzner hatte die Neuorientierung im Herbst letzten angeregt.

Schon im vergangenen Jahr hat die Stadt mit einer bienenfreundlichen Blumenwiese im Schlosspark am Blauen Hut gute Erfahrungen gemacht: den ganzen Sommer über summte und brummte es zwischen den Blumen; die Wiese war bis in den November hinein bunt.

„Allerdings verursacht eine solche Fläche auch einen höheren gärtnerischen Aufwand“, beschreibt Thomas Keil vom Grünflächen- und Umweltamt. In trockenen Sommern muss gewässert werden, Unkraut wird mit der Hand gejätet.

Jetzt entsteht die nächste „Insektenweide“ am Multring, wie es Keil nennt. In dieser Woche werden zunächst große Sträucher gepflanzt, die früh im Jahr blühen und auch Nistplätze für Vögel bieten können. Zuvor hatten die Gärtner Boden ausgetauscht und eine neue Erdschicht aufgetragen. Wahrscheinlich nächste Woche wird die Blumenwiese ausgesät. Die Saatmischung ist so konzipiert, dass sich unterschiedliche Blumen in ihrer Blüte möglichst lange im Jahr anschließen und die Wiese auch dem Winter trotzt.

 

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