Bürgerhaus Schlierbach: barrierefrei erschlossen

Erster Bürgermeister Jürgen Odszuck besichtigte bei seiner Sommertour das fertiggestellte Gebäude

Das Bürgerhaus Schlierbach ist seit Dezember 2019 auch für bewegungseingeschränkte Menschen problemlos zugänglich und nutzbar. Dazu hat die Stadt Heidelberg das denkmalgeschützte Gebäude in der Schlierbacher Landstraße 130 barrierefrei erschlossen und einen neuen Anbau mit einer behindertengerechten Toilettenanlage gebaut. Die Ausführung erfolgte in Anlehnung an den Passivhausstandard. Über eine Rampe entlang der Gartenmauer und eine dem Eingang vorgelagerte Terrasse können das Erdgeschoss des Bürgerhauses und der Garten jetzt problemlos erreicht werden. Bis 2018 führten allein zwei Treppen zum Eingang, die den Zugang erschwerten. Der Anbau mit den Toiletten stammte aus den 1930er Jahren und wurde aufgrund baulicher Mängel abgerissen. Die Arbeiten haben im Dezember 2018 begonnen und wurden im Frühjahr 2020 fertiggestellt. Zum Auftakt seiner Baustellen-Sommertour hat Erster Bürgermeister Jürgen Odszuck das nun fertiggestellte, barrierefrei ausgebaute Bürgerhaus Schlierbach besichtigt.

 

„Wir sind sehr froh, das Bürgerhaus wieder in die Hände des Stadtteilvereins zu geben, der hier großes Engagement zeigt. Um das zu unterstützen, hatten wir unter anderem die Bauarbeiten so organisiert, dass das Bürgerhaus während der gesamten Bauzeit weiter genutzt werden konnte. Die Arbeiten waren dringend notwendig – und auch genau an diesem Ort. Das denkmalgeschützte Gebäude gehört zur Vergangenheit Schlierbachs und aufgrund der erfolgten barrierefreien Erschließung nun auch zu dessen Zukunft“, sagt Erster Bürgermeister Jürgen Odszuck.

 

Bauarbeiten: schwierige Lage zwischen Bahndamm und B 37

 

Die schwierige Lage zwischen Bahndamm und Bundesstraße 37 sowie die Geländestufe von der Straße zum Erdgeschoss stellte die Stadt Heidelberg sowie die beteiligten Firmen vor Herausforderungen. So mussten zum Bahndamm hin aufwendige Sicherungsmaßnahmen aufgrund der unmittelbar angrenzenden Bahnlinie eingerichtet werden. Wegen des Bahndamms konnte kein Kran aufgestellt werden, so dass das Material mit Schubkarren transportiert werden musste. Der Abriss und Neubau der Toilettenanlage auf dem mit rund 2,50 Metern sehr engen Bereich zwischen Altbau und Bahndamm wurde daher weitgehend in Handarbeit ausgeführt. Die Kosten für die barrierefreie Erschließung und den WC-Anbau belaufen sich auf rund 764.000 Euro.

 

Mit der barrierefreien Erschließung wurde auch der Garten neu angelegt. Dieser ist nun über die dem Eingang vorgelagerte Terrasse ebenfalls barrierefrei zugänglich. Die Außenanlagen sollen im Herbst 2020 bepflanzt werden. Auch der Stadtteilverein beteiligt sich daran. Geplant ist eine robuste Wiese, auf der auch Feste gefeiert werden können.

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