Heidelberg: Bunsen-Gymnasium feierte Einweihung der neuen Ganztagsräume

Optimale Rahmenbedingungen für ein modernes Ganztagsangebot

4,2 Millionen Euro Investitionen

Im Dachgeschoss des neuen Ganztagstrakts des Bunsen-Gymnasiums ist durch den Abbruch der Innenwände ein großer Bibliotheks- und Lesebereich entstanden (v.l.): Erster Bürgermeister Jürgen Odszuck, Schulleiter Volker Nürk, Architekt Michael Jöllenbeck (Jöllenbeck und Wolf Architekten) und stellvertretende Schulleiterin Sophia Gierok.
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Peter Dorn

Rund 1.500 Quadratmeter Nutzfläche und modern ausgestattete Räume mit hoher Aufenthaltsqualität bietet der neue Ganztagstrakt des Bunsen-Gymnasiums im Stadtteil Neuenheim. Mit dem Umbau der ehemaligen naturwissenschaftlichen Fachräume im südlichen Gebäudeteil aus den 1950er Jahren hat der Ganztagsbetrieb eine nachhaltige Aufwertung erfahren. Außerdem wurden im Zuge des Umbaus fünf Klassenzimmer saniert und ein Computerraum neu eingerichtet.

 

„Schule ist heute weit mehr als sechs Stunden Wissensvermittlung am Vormittag. Schule ist ein Lebensraum, ein Raum mit vielen Angeboten und Funktionen, ein Ort, an dem Schülerinnen und Schüler einen sehr großen Teil ihres Tages miteinander verbringen. Für uns ist das Verpflichtung, diesem besonderen Lebensraum auch den bestmöglichen Rahmen zu geben. Das ist am Bunsen-Gymnasium vorbildlich gelungen“, sagte Erster Bürgermeister und Baudezernent Jürgen Odszuck bei der Einweihung der neuen Ganztagsräume am 28. September 2021. Nach der umfangreichen Erweiterung der naturwissenschaftlichen Fachklassen am Heidelberger Bunsen-Gymnasium im Jahr 2016 ist das die zweite große Modernisierungsmaßnahme an der Schule.

 

Die Bauarbeiten hatten im Juni 2019 begonnen. Seit dem Start des neuen Schuljahrs 2021/22 sind die Räume in Nutzung. Mit 4,2 Millionen Euro Investitionskosten ist der Umbau neben der Generalsanierung des Hölderlin-Gymnasiums eine der größten Modernisierungsmaßnahmen an Heidelberger Schulen, die 2021 ihren Abschluss finden. Das offene Ganztagsprogramm nutzen jährlich zwischen 300 und 400 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 5 bis 10 am Bunsen-Gymnasium. „Die neuen Ganztagsräumlichkeiten entfalten durch ihre besondere Architektur eine warme und freundliche Atmosphäre und bieten optimale Möglichkeiten zur Umsetzung unserer Angebote, von Hausaufgaben-Betreuung über Sprach- und Mathe-Mentoren bis zu den zahlreichen Arbeitsgemeinschaften“, lobte der Rektor des Bunsen-Gymnasiums Oberstudiendirektor Volker Nürk.

 

Der Umbau

 

Der Umbau der ehemaligen Naturwissenshaften zu neuen Ganztagsräumen erforderte eine Änderung des Grundrisses des aus den 50er Jahren stammenden Gebäudes. Das Nutzungskonzept wurde gemeinsam mit der Schule entwickelt. Entstanden sind Räume mit hoher Aufenthaltsqualität, selbst die Flure sind Kommunikationsorte mit Sitzmöbeln. Unter anderem wurden im Zuge des Umbaus die alten Labormöbel und das in einigen Räumen vorhandene ansteigende Gestühl abgebrochen, Zwischenwände entfernt, eine außenliegende Fluchttreppe gebaut und die Räume durch neue Fensteröffnungen mit Tageslicht versorgt.

Die Ganztagsräume wurden mit neuen Akustikdecken ausgestattet, Parkettboden wurde neu verlegt die Haustechnik erneuert und Wände in Naturtönen gestrichen, Holztüren eingesetzt, Sitzmöbel, Regale und Schränke eingebaut. Im Dachgeschoss ist durch den Abbruch der Innenwände ein großer Bibliotheks- und Lesebereich entstanden. Auch energetisch gab es Verbesserungen: Unter anderem wurden marode Fenster durch Holz-Aluminium-Fenster in Passivhausqualität ersetzt, neue Schiebefenster für großflächiges Stoßlüften eingebaut, der Sonnenschutz wurde ausgetauscht, einzelne Gebäudebereiche gedämmt. Technisch wurden unter anderem Wasserleitungen, die Elektroinstallation sowie die Beleuchtung erneuert.

 

Rundum neu präsentiert sich die Toilettenanlage im Untergeschoss, ein Pflegeraum für Menschen mit Behinderung ist dort eingerichtet. Die Klassenräume erhielten aufgrund der tangierenden Eingriffe durch die Haustechnik eine „Light-Sanierung“ und um Synergien zu nutzen bereits die Medienausstattung, die für die laufende Digitalisierung der Schule notwendig ist. Im Untergeschoss ist ein neuer Computerraum entstanden. Den Schlusspunkt soll die Herstellung der Außenanlage setzen, die durch die Baustelleneinrichtung beansprucht wurde. Sie wird bis Ende des Jahres erneuert.

 

 

 

Hintergrund: Die Stadt Heidelberg investiert seit vielen Jahren auf hohem Niveau in ihre 35 öffentlichen Schulen. Im Haushalt 2021/22 sind insgesamt 25,6 Millionen Euro für größere Schulbaumaßnahmen vorgesehen. 12,2 Millionen Euro gehen in die Bauunterhaltung von Schulen. 112 Millionen Euro fließen in den laufenden Schulbetrieb. Im Bereich der weiterführenden Schulen kann jeder Bildungsabschluss in Heidelberg wahlweise im Halbtag oder im Ganztag (an den Gemeinschaftsschulen Waldparkschule und Geschwister-Scholl-Schule, an der Internationalen Gesamtschule Heidelberg und am Bunsen-Gymnasium) erlangt werden.

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