Heidelberg: Grußwort zum Jüdischen Neujahrsfest

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Symbolfoto: envato

Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner und Bürgermeister Wolfgang Erichson richten sich mit einem Grußwort zum jüdischen Neujahrsfest am 30. September/1. Oktober 2019 an die
Heidelberger Bevölkerung und die jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger:

„Zu Rosch ha-schana grüßen wie Sie alle herzlich und wünschen Ihnen, Ihren Familien und Freunden in Deutschland, Israel und der ganzen Welt ein gesegnetes und glückliches Neujahrsfest. Mögen Frieden, Gesundheit und Wohlergehen Sie alle im neuen Jahr begleiten.

Nach jüdischer Tradition erinnert es an nichts Geringeres als an den Anfang der Welt, der Wesen und der Dinge, verbunden mit dem Glauben an eine göttliche Schöpfung. Dem gegenwärtigen jüdischen Jahr 5780 liegt daher neben der kalendarischen Jahreszählung eine zweite, symbolische Zählweise zugrunde.

Rosch ha-schana ist immer ein Fest der Begegnung, der Familie, ein Fest des Austausches, des Erlebten und erneuerten Miteinanders, und wir wünschen unseren jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern ein gesundes und erfolgreiches neues Jahr.

Wir wissen, dass viele Mitglieder der jüdischen Gemeinschaft auch in Heidelberg auch mit Unsicherheit in die Zukunft schauen. Manche sorgen sich sogar um die Zukunft des jüdischen Lebens in Deutschland. Für uns ist vollkommen klar und eindeutig: Jüdisches Leben gehört zu Heidelberg – heute und in Zukunft. Die Jüdische Gemeinde ist Teil unserer Gesellschaft, und jüdischer Glauben und jüdische Lebenspraxis sind Teil unserer Kultur. Das ist selbstverständlich. Das muss selbstverständlich bleiben.

Wir alle müssen wachsam bleiben, und wir sehen gleichzeitig mit Freude, dass die Gemeinde wächst. Es gibt viel Engagement und wir sind dankbar, wie aktiv sich die jüdische Gemeinschaft unter anderem über den Interreligiösen Dialog für ein besseres Verstehen von Juden, Christen und Muslimen in Heidelberg einsetzt.

Wir wünschen allen jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern ein gutes, gesundes und erfolgreiches neues Jahr ,Schana Towa‘.“

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