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Inklusionsbeirat des Rhein-Neckar-Kreises tagt im Palais Hirsch in Schwetzingen

15. November 2025 | Bildung, Leitartikel, Schwetzingen

Palais Hirsch

20 Mitglieder des Inklusionsbeirats des Rhein-Neckar-Kreises trafen sich kürzlich gemeinsam mit der kommunalen Behindertenbeauftragten Silke Ssymank zu einer eintägigen Klausurtagung im Palais Hirsch. Schwetzingens Oberbürgermeister Matthias Steffan eröffnete die Sitzung mit einem Grußwort.

Am Vormittag stellte der Vorstand der Stiftung Pro Kommunikation seine Arbeit vor und diskutierte Schnittstellen sowie künftige Formen der Zusammenarbeit. Anschließend erläuterte Steffen Schwab von der Lebenshilfe Heidelberg praxisnah die Unterschiede zwischen „Leichter Sprache“ und „Einfacher Sprache“ und gab wertvolle Tipps. Beim gemeinsamen Mittagessen wurden Kontakte gepflegt und Erfahrungen ausgetauscht.

Am Nachmittag standen Neuwahlen auf der Tagesordnung: Nicole Weber aus Leimen und Marcus Stoll aus Bammental wurden einstimmig gewählt und vertreten künftig die Interessen von Menschen mit Hörbeeinträchtigungen. Bereits beim Stammtisch im Juni hatten die Beiratsmitglieder die Möglichkeit, beide kennenzulernen. Danach informierte Ssymank über laufende Projekte und plante gemeinsam kommende Veranstaltungen.

Besonders erfolgreich läuft das seit Januar 2024 umgesetzte Projekt „Kommunale Inklusionsvermittler“ (KIV), das aktuell in 15 Kreiskommunen aktiv ist. Hier werden unter anderem Gesprächsgruppen gegründet, Sprechstunden angeboten und die Webauftritte der Kommunen zunehmend barrierefrei gestaltet. Zudem berichtete die Koordinierungsgruppe über Stammtische, temporäre Arbeitsgruppen und ihre Beteiligung an der Fortschreibung des Teilhabeplans für Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung.

Als positive Praxisbeispiele für Inklusion wurden das inklusive Musikprojekt „Doch, ich kann das“ des Vereins „Wir dabei e.V.“ sowie das Projekt „Barrierefreie Schwimmbäder“ von Rudi Bamberger vorgestellt. In Kleingruppen reflektierten die Mitglieder die Arbeit der letzten zwei Jahre, diskutierten Erwartungen und erstellten eine Übersicht über besondere Fähigkeiten, um Kommunen künftig besser unterstützen zu können.

Beirats-Sprecher Werner Zieger betonte die positive Wirkung strukturunterstützender Angebote wie Koordinierungsgruppe, Stammtisch und Patenschaften: „Wir haben es geschafft, das weit verstreute Team zu einer gut funktionierenden Arbeitsgruppe zusammenzuführen, die mit Spaß und Engagement bei der Sache ist.“

Hintergrund:

Der Inklusionsbeirat berät die kommunale Behindertenbeauftragte, die Kreiskommunen und die Verwaltung zur Umsetzung der Teilhabe von Menschen mit Behinderungen. Er besteht aus 29 Mitgliedern, die größtenteils selbst eine Beeinträchtigung haben, sowie Angehörigen und Engagierten. Das jüngste Mitglied ist 18, das älteste 76 Jahre alt.

Bildhinweis (Quelle: Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis):

Inklusionsbeirat des Rhein-Neckar-Kreises mit Silke Ssymank, Kommunale Behindertenbeauftragte des Kreises (7. v. l.)

Auch Schwetzingens Oberbürgermeister Matthias Steffan (5. v. r.) tauschte sich mit Mitgliedern des Inklusionsbeirats aus.

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