Kleiner Blessbock auf der Außenanlage unterwegs – Herde im Zoo Heidelberg vergrößert sich

Die Tierpfleger und Besucher im Zoo Heidelberg dürfen sich freuen: Anfang August kam auf der Afrika-Anlage ein gesundes Blessbock-Kalb zur Welt. Bei der ersten tiermedizinischen Untersuchung, die im Zoo Heidelberg alle jungen Blessböcke in ihren ersten drei Lebenstagen durchlaufen, konnte auch das Geschlecht festgestellt werden: Es ist ein Weibchen! Inzwischen zeigt sich die Kleine fit und munter und erkundet mit ihrer Herde die weitläufige Afrika-Anlage. Seit Mitte der Siebziger Jahre kommen im Zoo Heidelberg regelmäßig Blessböcke zur Welt. Das jüngst geborene Kalb ist das insgesamt 65. Jungtier für den Zoo, der sich damit aktiv am europäischen Zuchtprogramm für Blessböcke beteiligt.

 

Junger Blessbock im Zoo Heidelberg. (Foto: Zoo Heidelberg)
Blessbock-Herde mit Jungtier auf der Afrika-Anlage im Zoo Heidelberg. (Foto: Zoo Heidelberg)

Am Morgen des 7. August war es soweit: Die Tierpfleger entdeckten den neuen Herdenzuwachs im Gehege. „Wir vermuten, dass das Kalb nachts auf der Außenanlage auf die Welt kam. Am nächsten Morgen war die Freude im Revier natürlich groß! Vor allem, nachdem sicher war, dass es bei seiner Mutter trinkt und munter mit der Herde mitläuft“, erklärt Sandra Reichler, Kuratorin für Säugetiere. Als typische Fluchttiere unternehmen die junge Blessböcke gleich nach der Geburt die ersten Steh- und Gehversuche und stehen wenige Minuten später schon mehr oder weniger sicher auf den Beinen. „In den kommenden Wochen wird das Kalb noch nah bei seiner Mutter bleiben. Das ist aber auch gut so, denn schließlich bekommt es nur dort sein Futter – die nahrhafte Muttermilch“, sagt Reichler.

 

Im Zoo Heidelberg leben die Blessböcke gemeinsam mit Großen Kudus, Perlhühnern, Bronzeputen und Zebras auf einem Terrain, das hinüber bis zu dem Teich der Pelikane reicht. Bis der jüngste Blessbock-Nachwuchs alle Mitbewohner kennenlernen wird, dauert es noch eine Weile. Derzeit sind die Antilopen, zu denen Blessböcke und Große Kudus zählen, noch getrennt von den Zebras untergebracht. „Zebras sind von Natur aus sehr dominant und nicht immer freundlich gegenüber neuen Gruppenmitgliedern. Wir möchten daher dem jungen Blessbock die Möglichkeit geben, erst in Ruhe die Außenanlage kennenzulernen. Erst wenn sie sich dort sicher bewegt, öffnen wir diesen Teil der Anlage wieder für die Zebras, sodass die gesamte Gruppe die Anlage nutzen kann“, erklärt Reichler. Solche Vergesellschaftungen sind in modernen Zoos inzwischen üblich und bieten den Tieren besondere Abwechslung durch die gemeinsame Interaktion. Für Zoobesucher und Tierpfleger ist es immer wieder aufs Neue spannend, die vergesellschafteten Tiere im Miteinander zu erleben.

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