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Kultur im Kreis: Trotz Hitze tolle Kulisse bei der Schlossparkserenade in Angelbachtal

12. Juli 2019 | Allgemeines, Freizeit, Metropolregion

©Staatliche Schlösser und Gärten

„Sie sehen mich und Frank Werner zum dritten Mal in Folge total entspannt!“ Mit diesen Worten begrüßte Stefan Dallinger, Landrat des Rhein-Neckar-Kreises, der gemeinsam mit dem Bürgermeister der Gemeinde Angelbachtal Gastgeber der Schlossparkserenade war, das Publikum auf der Bühne vor dem Schloss. Der Landrat meinte damit die Tatsache, dass die Veranstaltung erneut von Wetterkapriolen verschont wurde und man mit rund 1400 Menschen im Schlosspark einen tollen Publikumszuspruch verzeichnen konnte.

 

Im Schlosspark feierte bereits am Nachmittag die Deutsch-Schwedische Gesellschaft Heidelberg ihr „Midsommarfest“. Dabei wurde der hübsch geschmückte Midsommarbaum aufgestellt und es erklang schwedische Volksmusik, zu der die Besucher tanzten und spielten. Am Abend sorgten dann Nachwuchsmusiker aus der Region für musikalische Glanzlichter: Zunächst spielte das über 30-köpfige Cello-Orchester „Celli Capricciosi“ der Musikschule Südliche Bergstraße unter der Leitung von Brygida Lorenz und dem Motto „Temperament und Leidenschaft“. Auf dem Programm standen abwechslungsreiche Stücke wie „Plaisir d’amour“, „Tango La Cumparsita“, „Summertime“ oder als Zugabe „Probiers’s mal mit Gemütlichkeit“. „Hätten Sie gewusst, dass es ein reines Celloorchester gibt? Und wenn man die Instrumente dann so wunderbar beherrscht, kommt dieses tolle Programm dabei raus“, lobte der für die Kultur im Kreis zuständige Dezernent Ulrich Bäuerlein unter dem großen Beifall des Publikums das Ensemble.

 

Ebenfalls auf der Open-Air-Bühne lud danach die Junge Philharmonie Rhein-Neckar das Publikum zum „Zauber der Romantik“ ein. „Wir wollen Sie auf eine kleine Europa-Tournee mitnehmen“, kündigte Leiter Andreas Treibel an. Stationen gab es unter anderem in Köln, dem Geburtsort des Komponisten Max Bruch, in Norwegen (Johan Severin Svendsen) oder Belgien (Charles-Auguste de Bériot). Von den 21 Ungarischen Tänzen, die Johannes Brahms erschaffen hat, bekam das Publikum an diesem Abend zwei (Nr. 6 und Nr. 1) zu hören. Die feurigen Werke waren gerade vor der Pause ein gelungener Kontrast zu den etwas ruhigeren Stücken. Nicht nur die beiden Solisten Katrin Fischer (Violine) und David Neuhaus (Violoncello), sondern das komplette Orchester erhielten – als es bereits dunkel geworden war – großen Applaus der Besucherinnen und Besucher. Diese hatten die Darbietung nicht nur auf den Stühlen und Bänken, sondern teilweise auch im Liegen auf einer Decke im Schlosspark verfolgt. „Das ist hier einfach ein tolles Ambiente“, zeigte sich ein Ehepaar, das zum ersten Mal bei der Schlossparkserenade zu Gast war, von dem Event begeistert.

 

Im Anschluss waren für kurze Zeit keine Musiker, sondern Pyrotechniker die Hauptdarsteller: Sie sorgten für grandiose Lichteffekte vor der wunderschönen nächtlichen Kulisse des Angelbachtaler Wasserschlosses. Den gelungenen Abend beschloss das „Thomas Engelhart Quartett“ mit Stücken wie „All the things you are“ von Antonio-Carlos Jobim oder dem Klassiker „I feel good“ von James Brown, zu denen bis tief in die Nacht gefeiert wurde.

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