Mannheim: Erneute Auszeichnung für den Hanns-Glückstein-Park

Der Hanns-Glückstein-Park auf dem Lindenhof ist mit dem Deutschen SPIELRAUM-Preis 2021 ausgezeichnet worden.

Alle Fotos: Stadt und Raum. Foto: Benner

Der umgangssprachlich nur „Glückstein-Park“ genannte Park wurde im Jahr 2018 mithilfe des Planungsbüros GREENBOX neugestaltet. Die Grünfläche wurde von 12.500 auf 20.000 Quadratmeter vergrößert und zu einem attraktiven Park umgestaltet. Der Park dient bewusst als grüne Verbindung zwischen dem bestehenden Stadtteil Lindenhof und dem neuen Hanns-Glückstein-Quartier. Zusätzlich zu den bestehenden 61 Bäumen wurden 35 weitere Bäume gepflanzt. Neu angelegte Wege durch den Park sind ganzjährig nutzbar und können auch mit dem Rollstuhl problemlos befahren werden. Die Wege führen die Linien der Straßen fort, die auf den Park zuführen. Besonderheit und Alleinstellungsmerkmal des Platzes ist ein hochwertiger, barrierefrei zugänglicher Spielplatz, der über ein Karussell verfügt, das auch von Kindern im Rollstuhl genutzt werden kann. Dafür hat die Stadt 2,3 Millionen Euro investiert, wovon 1,3 Millionen aus städtebaulichen Fördermitteln kamen.

Nun gibt es doppelten Grund zur Freude: nicht nur, dass die Mannheimerinnen und Mannheimer den Park samt Spielplatz schnell angenommen haben und ausgiebig nutzen, so wurde der Glückstein-Park jetzt auch noch mit dem Deutschen SPIELRAUM-Preis ausgezeichnet.

In der Jurybegründung heißt es unter anderem: Das von großen Bäumen und Rasenflächen geprägte »Parkdreieck« des Hanns-Glückstein-Parks dient der Verbesserung des Freizeit-, Spiel-und Naherholungsangebotes der umliegenden Stadträume. Im Übergang zum Glücksteinquartier ist eine städtebauliche Kante definiert worden, die gleichzeitig den Park im gesamten städtischen Kontext verwebt. Entstanden ist ein moderner Stadtpark im Einklang mit dem gesamten städtebaulichen Kontext und von hoher Freiraumqualität. Die baumbestandenen Rasenflächen bieten ausreichenden Spiel-und Bewegungsraum für ein großes Alters-Spektrum. Durch die Terrassierung entsteht eine subtile, psychologische Differenzierung der Freiraumnutzungen: Oben die Stadtvillen mit den gebäudenahen Freiflächen, auf Zwischenebenen der halböffentliche Übergangsbereich und schließlich auf »Bestandsniveau« der öffentliche Park. Der Spielplatz ist zur Straße hin durch eine Sichtbeton-Mauer eingefasst. Im Inneren wurde das Niveau abgesenkt und durch die Ergänzung der gelben Wände bestehend aus Stahlkonstruktion und Acrylglas-Elementen, die bei Sonneneinstrahlung besonders hell leuchten, wurden spannende Räume geschaffen, um die Spiel-und Kletterangebote zu integrieren. So wurde eine Gesamt-Skulptur mit einzigartigem Charakter und hohem Wiedererkennungswert geschaffen. Das städtebauliche Gesamtkonzept überzeugt und wird von der Jury mit einem Hauptpreis ausgezeichnet.

In diesem Jahr wurde der Deutsche SPIELRAUM-Preis bereits zum 14. Mal verliehen. Mit dem renommierten Preis werden durch eine Fachjury vorbildliche Spielräume beziehungsweise deren Träger und Planer ausgezeichnet. Der Preis stand diesmal unter dem Motto „Gemeinsam“ und rückte realisierte Konzepte und Gestaltungen für Spiel-und Bewegungsräume in den Fokus, die gezielt unterschiedliche Nutzergruppen ansprechen und ein ausgewogenes Miteinander ermöglichen.

Mit dieser Auszeichnung für den Glückstein-Park kann sich die Stadt Mannheim bereits den zweiten Pokal in die Vitrine stellen. Zuvor konnte man sich über die Auszeichnung für Beispielhaftes Bauen freuen, die von der Architektenkammer Baden-Württemberg vergeben wurde.

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