Mobilität in der Arbeitswelt: Die ersten acht Arbeitgeber sind nun nachhaltig aufgestellt 

Betriebliches Mobilitätsmanagement: Abschluss 2021 und Start 2022 des neuen Förderprogramms

Teilnehmende Betriebliches Mobilitätsmanagement 2021, hinten v.l.: Marc Massoth (Amt für Wirtschaftsförderung und Wissenschaft), Bärbel Sauer (Verkehrsmanagement), Nico Wiest (Max-Planck-Institut für Völkerrecht), Prof. Kai Johnsson (Max-Planck-Institut für medizinische Forschung), Norbert Kroner (Octapharma), Bürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain, Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner; vorne v.l.: Volker Böing (Springer-Verlag), Katrin Erk (Universitätsklinikum Heidelberg), Ursula Weyrich (DKFZ), Stephanie Wiese-Heß (Pädagogische Hochschule), Dr. Holger Schroeter (Universität Heidelberg), Kassiani Herzog (Wirtschaftsverkehrsbeauftragte).

Möglichst viele Beschäftigte sollen möglichst umweltfreundlich zwischen Arbeitsstelle und Wohnort pendeln: Das ist das Ziel des neuen Förderprogramms „Betriebliches Mobilitätsmanagement“ (BMM), das die Stadt Heidelberg gemeinsam mit ihren Kooperationspartnern im Oktober 2020 auf den Weg gebracht hat. Nun haben die ersten acht Unternehmen und Institutionen, alle aus dem Neuenheimer Feld, das städtische Förderprogramm durchlaufen. Das BMM bietet ihnen die Möglichkeit, passgenaue Lösungen zu finden, um das Verkehrsverhalten ihrer Mitarbeitenden effizienter und nachhaltiger zu gestalten. Das Förderprogramm unterstützt den Umstieg auf den ÖPNV oder das Rad, mehr Angebote für Home-Office sowie ein nachhaltiges Fuhrparkmanagement mit alternativen Antrieben und Kraftstoffen. Bei einer Abschlussveranstaltung haben Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner und Klimabürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain am Donnerstag, 18. November 2021, im Spiegelsaal des Prinz Carl am Kornmarkt den Teilnehmenden des „BMM 2021“ ihre Zertifikate überreicht.

 

„Es ist ein tolles Signal, dass sich zum Start solch renommierte Unternehmen und Institutionen auf das Projekt eingelassen haben. Das BMM liefert einen weiteren Baustein, damit wir die Herausforderung im Neuenheimer Feld in Hinblick auf Verkehr und Infrastruktur gemeinsam und ganzheitlich betrachten und angehen können“, sagte Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner.

 

„Die Ergebnisse aus der ersten Förderrunde belegen bereits jetzt, dass das Förderprogramm einen weiteren erfolgreichen Beitrag für den Klimaschutz leisten wird. Ich gehe davon aus, dass das Betriebliche Mobilitätsmanagement auch nach der Teilnahme an dem Förderprojekt als fester Bestandteil in die Unternehmenskultur integriert wird“, sagte Raoul Schmidt-Lamontain, Bürgermeister für Klimaschutz, Umwelt und Mobilität.

 

Mögliche CO2-Einsparungen im Neuenheimer Feld

Programmrunde 2022 (hinten v.l.): Bärbel Sauer (Verkehrsmanagement), Marc Massoth (Amt für Wirtschaftsförderung und Wissenschaft), Kassiani Herzog (Wirtschaftsverkehrsbeauftragte), Stephan Hörl (Rehaklinik Heidelberg-Königstuhl), Bürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain, Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner; vorne v.l.: Sebastian Halbig (MVZ Labor Dr. Limbach & Kollegen), Carolin Gast (Becton Dickinson Management), Jutta Köhler (Marie-Baum-Schule), Martin Schmidt und Ralph Fritz (Johannes-Gutenberg-Schule).
Bildnachweise:
Philipp Rothe

Im Zuge des Projekts ist ein Bericht in Arbeit, der die möglichen CO2-Einsparungen im Neuenheimer Feld darstellen soll. Damit leistet das BMM einen Beitrag zu den Zielen des Klimaschutzaktionsplans. Folgende Unternehmen und Institutionen aus dem Neuenheimer Feld haben sich als erste am Förderprogramm beteiligt:

 

  • das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ),
  • das Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht,
  • die Pädagogische Hochschule Heidelberg,
  • die Universität Heidelberg,
  • das Universitätsklinikum Heidelberg,
  • das Max-Planck-Institut für medizinische Forschung,
  • die Springer-Verlag GmbH,
  • die Octapharma Biopharmaceuticals GmbH.

 

Bei der Veranstaltung skizzierte die beauftragte externe Beratungsfirma team red Deutschland GmbH die Ergebnisse der ersten Förderrunde. Demnach haben die Teilnehmenden unter anderem die betriebseigenen Fahrradabstellanlagen inklusive der Lademöglichkeiten für E-Bikes und den Zugang zu VRNnextbike verbessert. Es ist beabsichtigt, ein nachfragegesteuertes System für Mitfahrgelegenheiten einzurichten.

 

Das Förderprogramm geht 2022 in die zweite Runde

 

Runde zwei für das Förderprogramm – im Jahr 2022 werden folgende sechs Unternehmen und drei Schulen am BMM teilnehmen:

 

  • ABB Stotz-Kontakt GmbH
  • Becton Dickinson Management GmbH & Co. KG
  • Henkel AG & Co. KGaA
  • MVZ Labor Dr. Limbach & Kollegen GbR
  • Rehaklinik Heidelberg-Königstuhl
  • SRH Holding (SdbR)
  • Marie-Baum-Schule
  • Johannes-Gutenberg-Schule
  • Carl-Bosch-Schule

 

Das „Betriebliche Mobilitätsmanagement“ (BMM) ist ein Kooperationsprojekt zwischen der Stadt Heidelberg, der Industrie- und Handelskammer (IHK), dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB), der Klimaschutz- und Energie-Beratungsagentur, der Kreishandwerkerschaft, der Rhein-Neckar-Verkehr GmbH und dem Verkehrsverbund Rhein-Neckar.

 

Klimaschutz-Ziel: Die Verkehrswende voranbringen

 

Das Förderprogramm BMM ist ein Baustein innerhalb der Handlungsstrategien des Verkehrsentwicklungsplans 2035 (VEP), der derzeit erstellt wird. Ziel ist es, die Stadt Heidelberg nachhaltiger zu machen, indem unter anderem die Verkehrswende vorangebracht wird. „Die Förderung besteht aus je vier individuellen Beratungen im Unternehmen durch die Firma team red Deutschland GmbH. Zudem gibt es gemeinsame Workshops in einem Zeitraum von etwa zehn Monaten“, erklärt die Wirtschaftsverkehrsbeauftragte der Stadt, Kassiani Herzog.

 

BMM als Teil von #HD4climate, Heidelbergs großem Klimaschutz-Aktionsplan

 

Auf seinem Weg zur klimaneutralen Stadt hat Heidelberg im November 2019 einen großen Klimaschutz-Aktionsplan mit den ersten 30 konkreten Vorschlägen aufgelegt. Dieser Aktionsplan legt Ziele und Prioritäten innerhalb des „Masterplan 100% Klimaschutz“ fest (www.heidelberg.de/masterplan100). Die Vorschläge betreffen alle Lebensbereiche, von Bauen und Wohnen, Ernährung und Konsum über die naturnahe Stadtgestaltung bis hin zur Mobilität (#hd4climate).

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