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Polnische Spuren in Deutschland und in der Region

13. November 2019 | Ludwigshafen

Zur multimedialen Vorstellung des Buches „Polnische Spuren in Deutschland. Ein Lesebuchlexikon“ laden die Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz und das Ernst-Bloch-Zentrum Ludwigshafen in Kooperation mit dem Partnerschaftsverband Rheinland-Pfalz/4er-Netzwerk e.V. und dem Deutschen Polen-Institut (DPI) am Dienstag, 12. November 2019 um 19 Uhr nach Ludwigshafen ins Ernst-Bloch-Zentrum, Walzmühlstraße 63, ein.

Der Mitherausgeber und Autor Andrzej Kaluza, wissenschaftlicher Mitarbeiter am DPI, präsentiert das Buch mit einem besonderen Blick auf die regionalen Bezüge. Auch Karola Bloch, Ehefrau von Ernst Bloch, stammte aus einer jüdisch-polnischen Familie.

 

Das umfangreiche Lesebuchlexikon zeigt auf unterhaltende und lehrreiche Weise an ausgewählten Beispielen, wie Polinnen und Polen, „polnische Orte“ oder Erinnerungen Geschichte und Gegenwart Deutschlands prägen. Auch Karola Bloch, Ehefrau von Ernst Bloch, stammte aus einer jüdisch-polnischen Familie.

 

Die Geschichte der polnischen Spuren in Deutschland hat unendlich viele Facetten. So waren etwa Ende Oktober 1938 17.000 polnische Juden von den Nazis aus Deutschland ausgewiesen wurden, keine zwei Wochen vor den Pogromen gegen die jüdischen Menschen in Deutschland am 9. November. Im Zweiten Weltkrieg war Polen nicht nur das erste Angriffsziel, sondern auch eines der Länder, denen das meiste Leid angetan wurde. Umso wichtiger sei es sich an die Geschichte der polnisch-deutschen Beziehungen zu erinnern, so der Direktor der Landeszentrale, Bernhard Kukatzki. Dabei geht es nicht nur um Bekannte(s) – Berlin, Ruhrpolen, Pflegekräfte oder Lukas Podolski -, sondern auch und vor allem um das Unbekannte oder um Dinge, die nicht in erster Linie mit Polen in Verbindung gebracht werden. Der Bogen spannt sich von A bis Z: Von der kaschubischen Bauerstochter Paula Anderson, die vorgab, die Zarentochter Anastasia zu sein, bis zur Stadt Zweibrücken, in der für einige Jahre der vertriebene polnische König Stanislaw Leszczyński sein Quartier genommen hatte. Auch Karola Bloch, Ehefrau von Ernst Bloch, stammte aus einer jüdisch-polnischen Familie, ergänzt Immacolata Amodeo, die Leiterin des Ernst-Bloch-Zentrums.

 

Das reich bebilderte und aufwändig gestaltete Buch wurde vom Deutschen Polen-Institut in Zusammenarbeit mit der Bundeszentrale für politische Bildung herausgegeben. Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen im Internet gibt es unter www.bloch.de.

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