Projekt FREIRÄUME: Das Quartett ist komplett

Wilhelmsfeld tritt Kooperationsvereinbarung bei

Das Projekt FREIRÄUME ist weitergewachsen und schreitet voran: Beim Kickoff-Termin der beteiligten Kommunen vor Kurzem war auch Stefan Lenz dabei – der Erste Stellvertretende Bürgermeister von Wilhelmsfeld. Mit Zustimmung des Gemeinderats hat sich der Luftkurort am 16. Februar ebenfalls offiziell dem Projekt angeschlossen und damit auch den letzten noch freien Platz gefüllt.

„Wir freuen uns sehr, dass die FREIRÄUME eine so hohe Nachfrage verzeichnen – das heißt, dass wir mit unserem Projekt einen Nerv getroffen haben. Der Bedarf an innovativen Lösungen für den ländlichen Raum ist definitiv da“, sagt Landrat Stefan Dallinger.

Stefan Lenz erklärt: „Mit der alten Bushalle haben wir ein Objekt im Ort, das historisch interessant ist und eine neue Nutzung benötigt – und das sich perfekt eignet, um neues Leben in den Ort zu bringen! Ich bin sehr optimistisch, dass wir hier den Grundstein für eine nachhaltige und moderne Entwicklung in und für Wilhelmsfeld legen können.“ Ob ein Abriss oder eine Sanierung auf dem Plan stehen, soll sich im Verlauf der Strategie- und Beteiligungsphase des Projekts konkretisieren.

Im Rahmen des Projekts FREIRÄUME sollen in den vier Gemeinden multifunktionale Räume mit zeitlich flexibel zu- und abschaltbaren Modulen entstehen. Das Konzept fokussiert sich im wesentlich auf drei Module: Im Modul „Coworking“ sollen die FREIRÄUME gut ausgestattete Arbeitsplätze bieten für Pendlerinnen und Pendler, Freiberufliche und Startups, optional sogar für Handwerkerinnen und Handwerker sowie Künstlerinnen und Künstler. Im Modul „smarter Tourismus“ können die Räume für Kunst und Kultur bereitstehen, von der Tourismusinformation über Ausstellungen bis hin zu digitalen Erlebnispfaden. Im Modul „nutzungsoffene Räume“ besteht die Möglichkeit für einen Nachbarschaftstreff, etwa mit angeschlossenem Café. Vor allem soll damit aber auch der drängenden Raumnot von Institutionen wie Musikschule oder Volkshochschulen entgegengewirkt werden.

Unverzichtbar bei diesem Projekt ist die Bürgerbeteiligung. In Workshops in den betroffenen Gemeinden sollen unter Leitung einer Agentur Leitlinien für die Konzepte erarbeitet werden. „Die Bürgerinnen und Bürger vor Ort wissen selbst am besten, was ihre Gemeinde braucht – und wo Potenziale schlummern. Deshalb möchte ich dringend dazu aufrufen, sich an den Workshops zu beteiligen, damit die Ideen mit Leben gefüllt werden können“, sagt Dallinger. Die Termine dazu werden in Kürze bekanntgegeben.

Hintergrund:

Ziele des Projekts

  • Neue Anziehungspunkte durch Digitalisierung: Die smarte Nutzung der Räume, bspw. mit Virtual-Reality-Angeboten, eröffnet neue Potenziale für Bürgerinnen und Bürger sowie für touristische Angebote.
  • Lebendiger Ortskern: Durch einen attraktiven Anlaufpunkt in der Ortsmitte findet wieder mehr Leben im Ort und vor Ort statt. Die Gemeinschaft wird gestärkt, Leerräume werden wiederbelebt.
  • Flexible Arbeitsmöglichkeiten: FREIRÄUME ermöglichen moderne Arbeitsformen und können auch das Home-Office ersetzen.
  • Verkehrsberuhigung: Mehr wohnortnahe Arbeitsplätze reduzieren den Pendlerverkehr.
  • Vernetzung: Die Standorte Stadt und Land bieten ganz unterschiedliche Vorteile – FREIRÄUME verknüpfen sie und bauen regionale Disparitäten ab.
  • Vorbild: Die hier erarbeiteten Konzepte sollen auch für andere Kommunen der Metropolregion einen Mehrwert bieten.

Organisation und Finanzierung

Die FREIRÄUME sind Teil des Förderprojekts „Smarter, nachhaltiger Tourismus“ des Verbands Region Rhein-Neckar (VRRN). VRRN, der Rhein-Neckar-Kreis und die Stadt Heidelberg arbeiten in diesem Rahmen eng zusammen. Durch das Teilprojekt sollen in den teilnehmenden Kommunen in der Umsetzungsphase Investitionen von insgesamt rund vier Millionen Euro freigesetzt werden. Durch die Projektförderung können die FREIRÄUME dabei zu bis zu 65 Prozent (entspricht rund 2,6 Millionen Euro) durch Mittel des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat finanziert werden.

Zeitplan

Das Gesamtprojekt teilt sich in zwei Phasen auf: in eine Strategiephase von September 2021 bis August 2022 und eine Umsetzungsphase von September 2022 bis August 2026. Danach sollen die FREIRÄUME in einem wirtschaftlich tragfähigen Konzept weitergeführt werden.

Im Februar beginnt die Konzeption. Beteiligungsworkshops für Bürgerinnen und Bürger sind derzeit noch in Planung, die entsprechenden Termine werden zu gegebener Zeit veröffentlicht. Die ersten Konzepte sollen innerhalb des ersten Halbjahrs 2022 erstellt werden. Wenn im Anschluss die erforderlichen Beschlüsse in den beteiligten Kommunen sowie auf Landkreis- und Verbandsebene eingeholt wurden, könnten die Konzepte bereits ab September 2022 umgesetzt und erste Maßnahmen eingeleitet werden.

Quelle: Landratsamt RNK

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