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Ressourcen und Herausforderungen in der Arbeit mit geflüchteten Roma

1. Dezember 2022 | Das Neueste, Gesellschaft, Leitartikel, Metropolregion

Erfolgreicher Abschluss des ersten Kooperationsprojekts zwischen dem Landesverband Deutscher Sinti und Roma Baden-Württemberg und dem Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis

Bildhinweise (Quelle: Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis): Teilnehmende der Workshop-Reihe bei ihrem letzten Treffen im RomhoKher in Mannheim.

Die Teilnehmenden der Workshopreihe „Ressourcen und Herausforderungen in der Arbeit mit geflüchteten Roma“ hatten ein gemeinsames Ziel: Sie wollten für ihre eigene Arbeit etwas dazulernen. Den Mitarbeitenden aus dem Integrationsmanagement oder der Sozialen Beratung, genauso wie kommunalen Integrationsbeauftragten ist es wichtig, Personen auf Augenhöhe zu begegnen. Sie möchten die Situation von Menschen, die sie beraten und denen sie im Beruf begegnen, verstehen und sie zielgerichtet unterstützen.

Knapp 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der Integrationsarbeit im Rhein-Neckar-Kreis hatten sich daher für die umfangreiche Workshopreihe angemeldet. An vier Vormittagen im Oktober und November 2022 erfuhren sie Wissenswertes zur Geschichte der Sinti und Roma, zur Situation in verschiedenen Herkunftsländern geflüchteter Roma oder zu den verschiedenen Bezeichnungen, die es für Menschen mit Romani-Hintergrund in Deutschland und andernorts gibt. Außerdem gab es Gelegenheit, über persönliche Erfahrungen zu sprechen und Erlebtes zu reflektieren.

Nach drei Online-Veranstaltungen bildete der letzte Workshop das Highlight der Schulungs-Reihe: Die Teilnehmenden trafen sich im RomnoKher in Mannheim. Dies ist nicht nur der Sitz des Landesverbands Deutscher Sinti und Roma in Baden-Württemberg. Zugleich dient das Kulturhaus als Ort der Begegnung und des Lernens. So ging es bei dem letzten Modul zunächst darum, bisherige Erkenntnisse aufzugreifen und auf das eigene Arbeitsumfeld zu übertragen. Außerdem stellte sich die Beratungsstelle für gleichberechtigte Teilhabe, die als Vermittlungsinstanz zwischen der Minderheit, Kommunen, Behörden sowie gesellschaftlichen Institutionen und Organisationen dient, den Teilnehmenden vor. Abschließend wurden die Teilnahmezertifikate überreicht.

„Für eine gelingende Integration müssen auch wir, die in der Integrationsarbeit tätig sind, uns ständig weiterentwickeln und eigene Herangehensweisen oder Auffassungen hinterfragen. Durch den spannenden und abwechslungsreichen Aufbau der Workshops durch den Landesverband haben wir genau das geschafft. Dass die Teilnehmenden sich in der aktuellen Situation die Zeit genommen haben, an vier Veranstaltungen teilzunehmen zeigt, wie groß der Bedarf an dem Angebot war“, fasst Dr. Anne Kathrin Wenk, die Leiterin der Stabsstelle für Integration und gesellschaftliche Entwicklung und Kreisintegrationsbeauftragte das Erlebte zusammen.

Die Workshop-Reihe bildete das erste Kooperationsprojekt zwischen dem Landesverband Deutscher Sinti und Roma Baden-Württemberg und der Stabsstelle für Integration und gesellschaftliche Entwicklung des Landratsamts Rhein-Neckar-Kreis. Sie ist Teil des ReFIT-Projekts (Regionale Förderung von Inklusion und Teilhabe) und wird aus Mitteln des Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Integration des Landes Baden-Württemberg gefördert.

Quelle: Landratsamt RNK

 

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