Rhein-Neckar: 11 Auszubildende absolvieren erfolgreich die Prüfung zum Forstwirt

Forstbezirk Odenwald entlässt Jung-Forstwirte mit Spitzenergebnissen ins Arbeitsleben

Nur wer die Schnitttechniken sicher beherrscht und umsichtig arbeitet, schließt die Ausbildung zum Forstwirt erfolgreich ab. Foto: Brameier

Im staatlichen Forstbezirk Odenwald mit Sitz in Schwarzach haben im Laufe dieses Sommers 11 Forstwirt-Auszubildende die Abschlussprüfungen bestanden und sind nun bereit für das Arbeitsleben. In diesem Jahr gehören die Odenwälder Jungforstwirte zu den besten im Land. Dietmar Hellmann, Leiter des Forstbezirks, freut sich über dieses Spitzenergebnis und wertet es als Erfolg seiner engagierten Ausbildermannschaft. Für Roman Groß, Fabian Sigmund, Marius Bopp, Jonas Frank, Jonas Gimber, Johannes Kern (alle Schwarzach), Jannik Ams und Nils Kress (beide Ahorn-Buch), Philipp Neuner, Johannes Häfner und Tim Neubauer (Kriegsmühle) stellen sich die Weichen neu: je zwei von ihnen steigen in ihrem neuen Beruf bei ForstBW bzw. bei einer örtlichen Gemeinde ein, drei bei Forstunternehmern und einer bei einer Forstbetriebsgemeinschaft. Zwei weitere junge Männer wollen auf die Ausbildung draufsatteln und ein forstwirtschaftliches Studium an einer Hochschule in Angriff nehmen.

Der Beruf des Forstwirts/der Forstwirtin ist noch immer einer der gefährlichsten überhaupt. „Bäume zu fällen, zuweilen sogar tagaus tagein, ist äußerst gefährlich, wenn man nicht voll konzentriert und aufmerksam arbeitet,“ wissen die frisch gebackenen Forstwirte, „deshalb lernen wir von Beginn an, wie man diese gefährlichen Arbeiten angeht und die Risiken einschätzt.“ Ausbildungsmeister Jonathan Bube fügt hinzu:“ Vor allem beim Umgang mit der Motorsäge, beim Fällen oder Entasten der Bäume, können Unfälle passieren. In unserer Ausbildung lernen die jungen Leute, Bäume und Stämme im Vorfeld einer Fällung genau zu beurteilen. Intensiv lehren und trainieren wir der Situation angepasste Schnitttechniken mit der Säge und das richtige Verhalten bei diesen anspruchsvollen Tätigkeiten.“ Aber nicht nur das Fällen der Bäume gehört zur Ausbildung. Großen Anteil nehmen auch die Pflanzung junger Bäume, die Pflege der jungen Waldbestände und viele Themen rund um den Naturschutz und die Erholung im Wald ein.

In der Ausbildung werden neben körperlicher Fitness und handwerklichem Geschick auch Verantwortungsbewusstsein und Selbstständigkeit erwartet. Den Hauptanteil der Lehrzeit verbringen die jungen Leute an einer der landesweit gleichmäßig verteilten, 90 Ausbildungsstätten. Für den Staatswald bietet ForstBW 35 lokale Ausbildungsstätten in den Forstbezirken. Im Forstbezirk Odenwald sind dies drei: die Kriegsmühle bei Neckargemünd, in Ahorn-Buch und der  Stützpunkt in Schwarzach.
Die Vermittlung des theoretischen Fachwissens stellen schließlich die beiden überbetrieblichen Ausbildungsstellen sicher: das Forstliche Ausbildungszentrum in Gengenbach im Schwarzwald (für die dreijährige Ausbildung) und das Forstliche Bildungszentrum in Königsbronn bei Heidenheim (für die zweijährige Variante). Im Blockunterricht wird dort auf die Zulassungs- bzw. Berufsabschlussprüfung vorbereitet.

Insgesamt sind aktuell rund 250 Auszubildende in drei Lehrjahren unter der Federführung von ForstBW auf dem Weg in das Berufsfeld. Acht Frauen, bei steigender Tendenz des weiblichen Anteils in dieser traditionell männlich geprägten Berufssparte, sind auch mit dabei. ForstBW als größter Forstbetrieb in Baden-Württemberg wird 30 Neueinstellungen zum 01. September 2020 vornehmen.

Wer nächstes Jahr neben den diesjährigen Auszubildenden im Wald stehen möchte, kann sich bei ForstBW bewerben. Einzelheiten zum Bewerbungsverfahren werden auf der Homepage www.forstbw.de veröffentlicht.

 

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