Bleiben Sie informiert  /  Mittwoch, 29. Juli 2026

Informationen von Hier

Termine, Adressen, Vereine,
Lokalpolitik, Berichte und
Wirtschaftsinformationen

Aktuelle Nachrichten und Berichte aus Mannheim und Ludwigshafen

Rund 60 Gewässerverschmutzungen durch Unfälle mit wassergefährdenden Stoffen

25. August 2020 | Blaulicht, Leitartikel, Metropolregion, Politik, Wirtschaft

Hohe freigesetzte Menge bei Unfällen mit Gülle und vergleichbaren Stoffen

Bei einem Unfall mit einem Kerosinlaster Anfang 2018 auf der B292 bei Waibstadt entstand ein erheblicher Umweltschaden. Archivfoto: Julian Buchner

Für 2019 wurden dem Statistischen Landesamt Baden-Württemberg 118 Schadensfälle gemeldet, deren Ursache im unsachgemäßen Lagern, Abfüllen oder Verwenden von wassergefährdenden Stoffen liegt. Bei rund einem Viertel der Unfälle (32 Unfälle) wurden Stoffe aus sogenannten JGS1-Anlagen (Jauche-, Gülle- und Silagesickersaftanlagen)2 freigesetzt, in denen mit Wirtschaftsdünger oder vergleichbaren Stoffen landwirtschaftlicher Herkunft umgegangen wird. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, war die in die Umwelt ausgetretene Stoffmenge je JGS-Unfall fast durchweg hoch, wodurch von den rund 40 Gewässerverschmutzungen nach Unfällen beim Umgang mit wassergefährdenden Stoffen annähernd die Hälfte durch JGS-Stoffe verursacht wurde. Drei Viertel der insgesamt ausgetretenen Menge sind dieser Stoffgruppe zuzurechnen und ein Viertel auf Mineralölprodukte und sonstige Stoffe. Von der durch Gegenmaßnahmen nicht rückholbaren und damit in der Umwelt verbleibenden Schadstoffmenge entfielen sogar über 90 % auf JGS-Stoffe.

Weitere Wassergefährdungen ereigneten sich nach Angaben des Statistischen Landesamtes bei der Beförderung von wassergefährdenden Stoffen. Dabei gelangten 2019 insbesondere Mineralölprodukte und in Einzelfällen (4 Unfälle) JGS-Stoffe in die Umwelt. Von den 227 registrierten Unfällen wurde bei gut zwei Dritteln (155 Unfälle) ausschließlich ein Betriebsmitteltank am Fahrzeug beschädigt, wodurch Kraftstoffe oder Hydraulikflüssigkeiten entwichen. Betriebsmittelunfälle ereignen sich daher überwiegend unabhängig vom eigentlichen Transport wassergefährdender Stoffe in zum Beispiel Tankfahrzeugen, werden aber aufgrund ihrer Umweltrelevanz miterhoben.3 So gingen beinahe alle der durch Beförderungsunfälle hervorgerufenen rund 20 Gewässerverschmutzungen auf Leckagen von Betriebsmitteltanks zurück. Deutlicher Unfallschwerpunkt war 2019 wie in den Vorjahren der Straßenverkehr, wogegen Schadensfälle im Schienen- oder Flugverkehr selten waren.

1Jauche, Gülle, Silagesickersaft, Gärrest, Gärsubstrat sowie vergleichbare in der Landwirtschaft anfallende Stoffe.

2Einschließlich 3 Biogasanlagen bzw. sonstige Anlagen.

32019 wurde bei 13 Unfällen sowohl die für den Transport des wassergefährdenden Stoffs verwendete Umschließung als auch ein Betriebsmitteltank des Fahrzeugs beschädigt.

Das könnte Sie auch interessieren…

Ampel Zähringer Straße funktioniert noch nicht reibungslos

Neue Ampelsteuerung an der Zähringer Straße wird derzeit optimiert Die Ampelanlage an der Kreuzung Zähringer Straße/Bodelschwinghstraße wurde mit einer neuen Steuerungstechnik ausgestattet. Künftig sollen Kameras den Verkehr erfassen und die Ampelschaltungen...

POP IMPULS! geht in die zweite Runde

„POP IMPULS!“ geht in die zweite Runde: Mikroförderung unterstützt Popmusik-Projekte in der Region Rhein-Neckar Nach dem erfolgreichen Start im vergangenen Jahr wird das Förderprogramm „POP IMPULS!“ 2026 fortgesetzt. Mit der Mikroförderung unterstützt das Cluster...

SV Waldhof Mannheim präsentiert Stölting als neuen Hauptpartner

SV Waldhof Mannheim gewinnt Stölting Service Group als neuen Hauptpartner Der SV Waldhof Mannheim startet mit einem neuen starken Partner in die kommende Saison: Die Stölting Service Group wird künftig als Hauptpartner auf der Trikotbrust der Blau-Schwarzen präsent...

Hier könnte Ihr Link stehen

Mannheim – Veranstaltungen / Gewerbe

MaNa informiert

Werbung

Hier könnte Ihr Link stehen

Themen

Zeitreise

MaNa informiert