São Paulo Dance Company

 

In der vorletzten Spielzeit gastierte sie mit Marcia Haydées Choreographie des Ballett­klassikers Dom Quixote, bei den Festspielen Ludwigshafen präsentiert sie am Freitag, 6.12. und am Samstag, 7.12.2019, jeweils um 19.30 Uhr ein modernes dreiteiliges Pro­gramm bekannter Choreographen: Die 2008 gegründete São Paulo Dance Company, eine der bedeutendsten Tanzgruppen Lateinamerikas, glänzt durch ungebremste Leiden­schaft und Dynamik und brilliert im klassischen wie im zeitgenössischen Repertoire.

 

Das Tanzstück Trick, Cell, Play von Édouard Lock handelt vom Erinnern und Vergessen, dem kulturellen Gedächtnis der Menschheit und dessen Gefährdung. Lock bringt seine Tänzer in dieser Choreographie zur Musik von Gavin Bryars physisch und psychisch an ihre Grenzen, indem er sie in immer wieder jäh aufblitzenden Lichtkreiskegeln in Zellen sperrt, die zum Korsett der eigenen Zwänge und Verzweiflung werden. In Hochge­schwin­dkeitstempo fliegen Arme, Körper zucken, krümmen sich und bäumen sich auf – der Mensch muss sich der Erkenntnis stellen, dass das, was verloren ist, unwiederbring­lich ist. Das Percorso Ensemble musiziert unter der Leitung von Ricardo Bologna.

 

Der Pas de deux Der Feuervogel, von Marco Goecke 2010 zum 100. Geburtstag Michel Fokines kreiert, trägt unverkennbar die Hand­schrift des Choreographen. Goecke inter­pretiert darin zu Igor Strawinskys Musik das russische Mär­chen auf faszinie­rende Weise neu. Frappierend vermittelt sich in den Bewegungen das Flatterhafte des Feuervogels. Goecke lässt in seiner Choreographie zwei gänzlich unterschiedliche Natu­ren auf­ein­an­dertreffen: einen tanzenden Vogel und einen Menschen, der sich in die Lüfte erhebt.

 

Den Abschluss des Abends bildet Joëlle Bouviers Choreographie Odisseia. Inspiriert von Musik aus Fragmenten der Bachianas Brasileiras und Auszügen aus Bachs Matthäus-Pas­sion, entwickelt sie eine dramatische und poetische Struktur, die sich mit Themen wie Wan­del, Fortschritt, Abschied und der Hoffnung auf ein besseres Leben auseinander setzt. Dabei spielt sie auf die Reise an, auf die sich Flüchtlinge heute zutage begeben.

Preise 54 € / 46 € / 38 € / 30 €, Kartentelefon 0621/504 2558

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