Stadt Mannheim hat sich auf Aufnahme von Geflüchteten aus der Ukraine vorbereitet

Schon jetzt suchen weit über eine Million Menschen aus der Ukraine Schutz vor dem Krieg. Wie viele Ukraine-Geflüchtete in Deutschland Schutz suchen werden, ist bislang nicht absehbar. Die Stadt beobachtet die Flüchtlingsbewegung sehr genau und hat sich auf die Ankunft von Geflüchteten im Mannheimer Stadtgebiet vorbereitet: Ab Mitte dieser Woche kann die Jugendherberge Mannheim an den Rheinterrassen als Erstanlaufstelle und zur Notunterbringung genutzt werden.

„Die Stadt Mannheim ist unmittelbar in zwei Dimensionen durch den Krieg in der Ukraine gefordert: 1. Die Aufnahme von Geflüchteten vorzubereiten und 2. auf kommunaler Ebene zu helfen. Die Jugendherberge soll den schutzsuchenden Menschen aus der Ukraine als Notunterbringung und Erstanlaufstelle dienen, um ihnen die Ankunft in unserer Stadt zu erleichtern. Für die große Hilfs- und Spendenbereitschaft danke ich allen Mannheimerinnen und Mannheimern. Gleichzeitig appelliere ich an alle, die geeignete Unterbringungsmöglichkeiten für Ukraine-Geflüchtete zur Verfügung stellen können: melden Sie diese bitte bei uns an. Wir können die Geflüchteten mit ihren Kindern nicht auf Wochen in Notunterkünften unterbringen“, erklärt Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz.

Jugendherberge zur vorübergehenden Unterbringung und als Erstanlaufstelle angemietet

Grundsätzlich werden Geflüchtete nach dem Königsteiner Schlüssel zunächst zur vorläufigen Unterbringung auf die verschiedenen Erstaufnahmeeinrichtungen der Bundesländer verteilt. Die Kommunen – so auch die Stadt Mannheim – rechnen in der aktuellen Situation jedoch darüber hinaus mit vielen direkten Zugängen von geflüchteten Menschen im Stadtgebiet über Verwandte und soziale Netzwerke. Um somit auch eine erste Unterbringung von geflüchteten Ukrainerinnen und Ukrainern ermöglichen zu können, mietet die Stadt Mannheim die Jugendherberge an den Rheinterrassen an. Vor Ort werden Angebote für eine melderechtliche Erfassung, Sozial- und Leistungsberatung, medizinische Erstuntersuchung und Corona-Schutzimpfungen geschaffen. Im Gebäude stehen außerdem ein Speisesaal und eine Küche, Gemeinschaftsräume sowie ein angrenzender Pavillon zur Verfügung, die für Angebote zur Tagesstruktur, Informationsveranstaltungen oder als Spielmöglichkeit für Kinder genutzt werden können. Im Bedarfsfall können bis zu 230 Personen dort untergebracht werden.
Die Taskforce bereitet weitere kurz- und mittelfristige Unterbringungsmöglichkeiten vor.

Unterbringung in privaten Unterkünften

Die Jugendherberge soll den Schutzsuchenden als erste Anlaufstelle dienen. Ziel ist es, die Angebote der Mannheimer Bürgerinnen und Bürger zu nutzen und die geflüchteten Familien oder Einzelpersonen von dort aus an private Unterkünfte zu vermitteln.

Wir erleben derzeit eine große Welle der Solidarität mit vielen Hilfsangeboten. Mannheimerinnen und Mannheimer, die kostenlos Wohnraum zur Verfügung stellen möchten, können diesen online unter www.mannheim.de/unterbringungsangebot oder unter der bekannten Ukraine-Hilfe-Hotline (0621 293 3299) melden. Bitte teilen Sie mit, um welche Art von Wohnraum es sich handelt (privat/gewerblich/Mitbewohner) und wie viele Zimmer Sie für welchen Zeitraum und für wie viele Personen zur Verfügung stellen können. Die Stadtverwaltung wird dann mit Ihnen in Kontakt treten.

Unterstützungsmöglichkeiten

Die Stadtverwaltung Mannheim bittet darum, davon abzusehen, Sachspenden zur Jugendherberge zu bringen. Vor Ort sind keine Lagerräume oder logistischen Möglichkeiten für eine Koordination der Sachspenden vorhanden.

Wenn Sie unterstützen möchten, gibt es die Möglichkeit, über die gemeinsame Spendenaktion der Stadt Mannheim und des Vereins „Mannheim hilft ohne Grenzen“ zu spenden. Mit den Spenden wird der Verein in enger Abstimmung mit der Stadtverwaltung Czernowitz die Beschaffung notwendiger Hilfsmaterialien organisieren und auch Hilfe für die in Mannheim ankommenden Geflüchteten aus der Ukraine leisten. Spenden können unter Angabe des Verwendungszwecks „Ukraine“ direkt an folgendes Konto gerichtet werden: Empfänger: Mannheim hilft ohne Grenzen e.V., IBAN: DE23 6709 0000 0095 9221 04, Bank: VR Bank Rhein-Neckar eG, Verwendungszweck: Ukraine. Insofern Sie eine Spendenquittung wünschen, geben Sie bitte bei der Überweisung auch Ihre Postadresse an oder schreiben Sie direkt an den Verein per Mail: [email protected] Spendenquittungen werden spätestens vier Wochen nach Spendeneingang versandt.

Hilfe für die Ukraine: Zentrale Servicestelle

Für Anliegen und Fragen rund um Spenden, Hilfs- und Unterstützungsangebote, Angebote von Wohnraum oder Dolmetscherleistungen einerseits, aber auch rund um die Aufnahme von Verwandten oder Bekannten und Hilfsbedarfe auf der anderen Seite, hat die Stadt Mannheim seit Donnerstag, 3. März, eine zentrale Servicestelle eingerichtet. Die Anfragen werden dort direkt beantwortet beziehungsweise koordinierend an die zuständigen Stellen weitervermittelt.

Telefon: 0621 / 293 3299 (Montag bis Freitag von 9 Uhr bis 17 Uhr)
E-Mail: [email protected]

Quelle: Stadt Mannheim

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