Bleiben Sie informiert  /  Montag, 21. September 2026

Informationen von Hier

Termine, Adressen, Vereine,
Lokalpolitik, Berichte und
Wirtschaftsinformationen

Aktuelle Nachrichten und Berichte aus Mannheim und Ludwigshafen

Weinheimer Jugendgruppe des Stadtjugendrings besuchte wieder die israelische Partnerstadt Ramat Gan – Oberbürgermeister Shama besuchte die Gäste im Kibbuz

14. November 2019 | Gesellschaft, Kultur, Leitartikel, Weinheim

Gespräche unterm Flammenbaum

Weinheim . Die Erinnerungen sind noch frisch, gerade erst ist eine Weinheimer Schülergruppe vom diesjährigen Aufenthalt in der israelischen Partnergemeinde Ramat Gan zurückgekehrt. Als Begleiter nahmen diesmal die Pädagogen Monika Höhn und  Joachim Gund sowie Stadtjugendring-Geschäftsführer Martin Wetzel teil. Der Stadtjugendring e.V. ist maßgeblich an dem Austausch beteiligt, den es seit über 30 Jahren gibt – er gehört zu den ältesten und ambitioniertesten des Landes. Martin Wetzel berichtete jetzt bei seiner Heimkehr nach Weinheim von seinen Eindrücken und Erlebnissen: So spürte er, dass sich der Jugendaustausch durch eine enge Bindung zwischen den Austauschfamilien auszeichnet. Die  insgesamt vierwöchigen

familiären Begegnungen (in Weinheim und Ramat Gan) pro Jahr zeigen die besondere

Qualität. Das ist seiner Ansicht nach auch der Grund, weshalb  gerade diese Austauschbegegungen lange Zeit anhalten.

Die zweite maßgebliche Qualität sei eine politische. Der  Austausch seit über drei Jahrzehnten und die daraus folgende Städtepartnerschaft sei tief im „politischen Gedächtnis“ der Städte verankert und habe eine besondere Nachhaltigkeit. Wetzel erinnerte auch daran, dass der Theologe Albrecht Lohrbächer, Ehrenbürger der Stadt Ramat Gan, große Verdienste um die Partnerschaft und Völkerverständigung hat.

Auch diesmal unterstützten Lohrbächer und der Freundeskreis, den er leitet, den Austausch. Wetzel: „Die politische Bedeutung wurde dokumentiert durch den Empfang gleich am ersten Tag in Ramat Gan durch den Bürgermeister.“

Am Montag erfolgte ein erster offizieller Termin. Die Weinheimer Gruppe wurde im Ratssaal von Ramat Gan durch den Deputy Major Roy Barzilay begrüßt. Dieser hob die Bedeutung des Austauschs hervor. Ramat Gan hat viele internationale Begegnungen. So sind die Städtepartnerschaften („Twintowns“) in Deutschland, Europa und weltweit zu finden.

Joachim Gund, seit langen Jahren im Austausch und in Ramat Gan wohl bekannt, unterstrich die Notwendigkeit und hob die Nachhaltigkeit des Austausches, der seit 1986 stattfindet, hervor. Schließlich lag in diesem Programm der Grundstein zur nun 20jährigen Städtepartnerschaft mit Weinheim.

Für die deutschen Jugendlichen sprach Anna Born.  Sie berichtete von der gemeinsamen Zeit in Deutschland mit den israelischen Partnerinnen und Partnern. Sie hob die vielen fröhlichen und beglückenden Momente hervor, klammerte aber die nachdenklichen  Begebenheiten, so im ehemaligen KZ Struthof, nicht aus. Gerade in diesen Momenten fanden die Jugendlichen in besonderer Weise zusammen, berichtete sie. Sie betonte, wie froh sie sind, sich in Freiheit zu begegnen  und wie sehr die Freundschaften zwischen den Schülern, aber auch zwischen den Menschen in Weinheim und Ramat Gan, ihnen inzwischen am Herzen liegen. Martin Wetzel überbrachte als Delegationsleiter einen Brief des Weinheimer Oberbürgermeisters Manuel Just, und übermittelte herzliche Grüße.

Für eine große positive Überraschung sorgte Carmel Shama, Oberbürgermeister von Ramat Gan. Nach der Rückkehr der Weinheimer Delegation von einer Exkursion auf die Golanhöhen, besuchte er abends die Weinheimer im Kibbuz Ashdot Yaakov in Begleitung von Lili Lavi, der

Verantwortlichen in Ramat Gan für die Städtepartnerschaften. Die Begegnung war ihm offensichtlich so wichtig, dass er selbst eine lange Anreise in Kauf genommen hatte.  Die Delegation war hocherfreut über

diese Wertschätzung. Unter einem „Flammenbaum“, der quasi eine große sybolische Bedeutung hatte, ergab sich ein interessantes politisches und persönliches Gespräch bis tief in die Nacht.  Das in langen Jahren gewachsene Vertrauen der jeweiligen Partner spiegelte sich hier im politischen Rahmen wider.  Dazu trug vor allem die große Erfahrung von Joachim  Gund, der zahlreiche Austauschmaßnahmen begleitet hatte, mit bei. Er erhielt eine persönliche Einladung von  Carmel Shama.

 

Das könnte Sie auch interessieren…

Pfitzenmeier ist mehr als Fitness – ganzheitliches Konzept fürs Wohlbefinden

Vieles im Leben ist auf den ersten Blick genau das, wonach es aussieht. Doch oft lohnt sich der zweite Blick. Denn manchmal steckt hinter dem Offensichtlichen deutlich mehr: mehr Möglichkeiten, mehr Qualität, einfach mehr eben. Genau das gilt auch für Pfitzenmeier....

Weltkindertag im Haus der Jugend begeistert Familien aus ganz Heidelberg

Erfolgreiche Premiere mit rund 1.700 Besucherinnen und Besuchern in der Südstadt Der Weltkindertag hat 2026 erstmals im Haus der Jugend in der Südstadt stattgefunden und zahlreiche Familien angezogen. Rund 1.700 Besucherinnen und Besucher feierten am Sonntag, 20....

Freiwilligentage: Rund 350 Helferinnen und Helfer setzten 32 Projekte in Heidelberg um

Oberbürgermeister Würzner half bei Renovierung an der École Pierre et Marie Curie in Wieblingen mit Von Handwerks-, Garten- und Verschönerungsarbeiten über Aktionen für die Nachbarschaft im Quartier und einem Freiwilligenpicknick bis hin zu Unterstützung beim...

Hier könnte Ihr Link stehen

Mannheim – Veranstaltungen / Gewerbe

MaNa informiert

Werbung

Hier könnte Ihr Link stehen

Themen

Zeitreise