25 Jahre „Tümpeln“: Mannheimer Grundschulkinder entdecken die Natur vor der eigenen Haustür
Seit 25 Jahren bringt das Umweltbildungsangebot „Tümpeln“ der Stadt Mannheim Grundschulkindern die faszinierende Welt heimischer Gewässer näher. Mit Kescher und Lupe erkunden die Schülerinnen und Schüler die Tierwelt in und an kleinen Gewässern und lernen spielerisch die Bedeutung von Artenvielfalt, Lebensräumen und Naturschutz kennen.
Zum 25-jährigen Bestehen des erfolgreichen Angebots fand am Donnerstag, 16. Juli 2026, eine Jubiläumsfeier im Stadtökologischen Zentrum statt. Daran nahmen unter anderem Erste Bürgermeisterin Prof. Dr. Diana Pretzell, Stefanie Reutter, Fachbereichsleitung Ambulante Angebote beim AWO Kreisverband Mannheim e. V., sowie die Klasse 4a der Schönauschule mit ihrem Lehrer David Reeh teil.
Beim gemeinsamen Besuch am Tümpel zeigten die Schülerinnen und Schüler ihre Entdeckungen und präsentierten verschiedene Wasserlebewesen. Dabei wurde deutlich, wie spannend und anschaulich Naturbildung direkt vor der eigenen Haustür sein kann.
Das Angebot richtet sich an Kinder der dritten und vierten Klassen. Sie lernen verschiedene Bewohner heimischer Gewässer kennen, darunter Libellenlarven, Wasserkäfer, Eintagsfliegenlarven, Molche und Frösche. Auch kleinere Organismen wie Wassermilben und Wasserflöhe werden untersucht. Dabei erfahren die Kinder, warum ein verantwortungsvoller Umgang mit der Natur wichtig ist.
„Kinder lernen besonders nachhaltig, wenn sie Natur selbst erleben und entdecken können. Das Tümpelangebot verbindet Wissen, Neugier und eigenes Ausprobieren auf einzigartige Weise. Seit 25 Jahren leistet es einen wichtigen Beitrag zur Umweltbildung in Mannheim und zeigt, wie wir schon junge Menschen für Natur- und Artenschutz begeistern können“, betonte Erste Bürgermeisterin Prof. Dr. Diana Pretzell.
Das Angebot erfüllt einen wichtigen umweltpädagogischen Auftrag und stärkt das Verständnis für Naturschutz und Landschaftspflege. In den vergangenen 25 Jahren nahmen fast 12.500 Kinder an den Veranstaltungen teil – durchschnittlich rund 500 Schülerinnen und Schüler pro Jahr aus ganz Mannheim. Besonders wertvoll ist das Angebot für Kinder, die im Alltag nur wenige Berührungspunkte mit der Natur haben.
Auch die Nachfrage bleibt hoch: Für das Jahr 2026 haben Schulen bereits 67 Anmeldungen für insgesamt 27 Termine eingereicht.
Die Organisation und Durchführung der Tümpelveranstaltungen übernehmen Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Freiwilligen Ökologischen Jahres (FÖJ) im Bereich Natur- und Umweltschutz der Stadt Mannheim. Die praktische Umweltbildungsarbeit ist ein wichtiger Bestandteil ihres Bildungs- und Orientierungsjahres und vermittelt wertvolle Erfahrungen in der Umweltpädagogik.
Stefanie Reutter vom AWO Kreisverband Mannheim e. V. würdigte die langjährige Zusammenarbeit: Das Gelände der AWO ermögliche Kindern seit vielen Jahren, Natur unmittelbar zu erleben. Solche Erfahrungen stärkten nicht nur das Wissen über ökologische Zusammenhänge, sondern auch die Wertschätzung für die Umwelt.
Das Jubiläum zeigt, welche Bedeutung Naturbildung auch in einer Großstadt hat. Das Angebot „Tümpeln“ bleibt deshalb weiterhin ein fester Bestandteil der Umweltbildungsarbeit der Stadt Mannheim.
Natur- und Artenschutz als Zukunftsaufgabe
Umweltbildung und der Schutz von Lebensräumen spielen auch in der Biodiversitätsstrategie der Stadt Mannheim eine wichtige Rolle. Ziel ist es, die biologische Vielfalt langfristig zu erhalten und gleichzeitig besser mit den Folgen des Klimawandels umzugehen.
Kleine Gewässer wie Tümpel bieten zahlreichen Tier- und Pflanzenarten wichtige Lebensräume, fördern die Artenvielfalt und können zudem zur Verbesserung des Stadtklimas beitragen. Gerade in einer stark bebauten Umgebung sind naturnahe Lernorte besonders wertvoll: Sie ermöglichen unmittelbare Naturerfahrungen und helfen dabei, ökologische Zusammenhänge verständlich zu machen.
Foto: Stadt Mannheim
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