17-Jährige in Heidelberger Wohnheim angegriffen – Tatverdächtiger in Untersuchungshaft
Ein 26-jähriger Mann sitzt nach dem mutmaßlichen Angriff auf eine 17-Jährige in einem Heidelberger Wohnheim in Untersuchungshaft. Das teilten die Staatsanwaltschaft Heidelberg und das Polizeipräsidium Mannheim in einer gemeinsamen Pressemitteilung mit.
Nach bisherigen Ermittlungen soll sich der afghanische Tatverdächtige am 2. August 2026 Zutritt zu dem Wohnheim verschafft haben. Dort traf er auf die 17-Jährige, die sich gerade in ihr Zimmer begeben wollte. Der Mann soll die Jugendliche trotz ihrer Gegenwehr in das Zimmer gedrängt und die Tür hinter sich geschlossen haben.
Anschließend soll er die 17-Jährige auf das Bett gedrückt, sie gewürgt und geschlagen haben. Nach Angaben der Ermittler versuchte der Tatverdächtige anschließend, den Geschlechtsverkehr gegen ihren Willen zu vollziehen. Die Jugendliche setzte sich jedoch massiv zur Wehr und biss dem Angreifer unter anderem in den Arm. Daraufhin soll der Mann die Flucht ergriffen haben.
Im Rahmen der Ermittlungen observierte die Polizei die Tatörtlichkeit. Am 5. August konnte der Tatverdächtige vorläufig festgenommen werden, als er sich erneut im Bereich des Wohnheims aufhielt. Nach Angaben der Ermittler passten sowohl die Personenbeschreibung als auch die Kleidung des Mannes auf die Angaben der Geschädigten. Zudem wies er eine Bissverletzung am Arm auf und wohnte in einer nahegelegenen Asylunterkunft.
Ob der Beschuldigte auch für eine versuchte Vergewaltigung verantwortlich ist, die sich am 4. August im selben Wohnheim ereignet haben soll, ist derzeit Gegenstand der laufenden Ermittlungen.
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Heidelberg erließ das Amtsgericht Heidelberg Untersuchungshaft gegen den Mann und setzte den Haftbefehl in Vollzug.
Die weiteren Ermittlungen dauern an. Bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung gilt für den Beschuldigten die Unschuldsvermutung.










