Klinikverbund soll MedTech-Standort Mannheim stärken
Wie können Krankenhäuser, Forschungseinrichtungen und Unternehmen künftig noch enger zusammenarbeiten, um medizinische Innovationen schneller in die Praxis zu bringen? Mit dieser Frage beschäftigte sich der 48. Mannheimer MedTech-Dialog, der unter dem Titel „Klinische Innovationen im Verbund – Gemeinsam MedTech entwickeln“ stattfand.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand der derzeit entstehende Verbund der Universitätsklinika Heidelberg und Mannheim. Von ihm erwarten die Beteiligten neue Impulse für die Entwicklung medizintechnischer Produkte sowie für den Wissens- und Technologietransfer zwischen Wissenschaft, Gesundheitswirtschaft und klinischer Versorgung.
Mannheims Oberbürgermeister Christian Specht betonte die Bedeutung des Standorts für Innovationen in der Gesundheitswirtschaft. Fortschritt entstehe heute vor allem dort, wo Forschung, Industrie und Kliniken eng miteinander vernetzt seien. Der neue Klinikverbund biete darüber hinaus die Möglichkeit, durch größere Patientenzahlen klinische Studien effizienter durchzuführen und neue Therapien sowie medizinische Geräte schneller zur Marktreife zu bringen.
Auch der Vorstandsvorsitzende des Verbunds der Universitätsklinika Heidelberg und Mannheim, Prof. Dr. Hanns-Peter Knaebel, hob die Bedeutung einer engen Zusammenarbeit hervor. Erfolgreiche Medizintechnik sei nur dann möglich, wenn Grundlagenforschung, praktische Anwendung und klinische Expertise zusammenwirken. Die Entwicklung neuer Produkte müsse sich dabei konsequent an den Bedürfnissen der medizinischen Versorgung orientieren.
Neben Fachvorträgen stand eine Podiumsdiskussion im Mittelpunkt der Veranstaltung. Vertreterinnen und Vertreter aus Klinik, Wirtschaft und Forschung diskutierten darüber, wie Produktentwicklungen im Krankenhausalltag gelingen können, welche Hürden bei Kooperationen bestehen und welche Chancen sich durch den neuen Klinikverbund ergeben. Dabei wurden auch erfolgreiche Projekte aus der Region vorgestellt.
Begleitend präsentierten Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Netzwerke ihre Arbeit im Foyer des Veranstaltungsortes. Besonders im Fokus standen die sogenannten Reallabore auf dem Mannheimer Klinikcampus. Dort können Unternehmen und Start-ups neue Produkte unter realen Bedingungen testen und gemeinsam mit Ärztinnen, Ärzten, Pflegekräften sowie Patientinnen und Patienten weiterentwickeln.
Der Mannheimer MedTech-Dialog findet viermal jährlich statt und bringt regelmäßig Akteure aus Medizin, Forschung und Gesundheitswirtschaft zusammen. Ziel ist es, den Austausch zu fördern und die Metropolregion Rhein-Neckar als wichtigen Standort für medizinische Innovationen weiter zu stärken.
Foto: Stadt Mannheim












