Abhängigkeit der Frauen von den Einkünften der Angehörigen gesunken

Baden-Württemberg: Wichtigste Einnahmequelle ist eigene Erwerbstätigkeit

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Symbolfoto: Buchner

Nach aktuellen Ergebnissen des Mikrozensus lebten 2019 rund 5,5 Millionen Frauen in Baden-Württemberg. Wie das Statistische Landesamt mitteilte bestritten 43,1 % von ihnen ihren überwiegenden Lebensunterhalt aus der eigenen Erwerbstätigkeit. Im Jahr 2000 waren es nur 32,6 %. Rückläufig ist hingegen der Anteil der weiblichen Bevölkerung, der hauptsächlich von den Einkünften von Angehörigen abhängig ist. In Baden-Württemberg bezogen 2019 30,7 % derFrauen ihren überwiegenden Lebensunterhalt aus Einkünften von Angehörigen. Seit dem Jahr 2000 ist dieser Anteil um 11,2 Prozentpunkte zurückgegangen.

Bei den Frauen von 18 bis 64 Jahren sank der Anteil derjenigen, die vom Einkommen von Familienangehörigen abhängig waren, im gleichen Zeitraum von 34 % auf 20,3 %. Damit lag der Anteil der baden-württembergischen Frauen dieser Altersgruppe, die hauptsächlich vom Einkommen von Angehörigen abhängigen waren, trotz des deutlichen Rückgangs über dem Bundeswert (17,5 %). Gleichzeitig stieg der Anteil der weiblichen Bevölkerung, deren wichtigste Einnahmequelle die eigene Erwerbstätigkeit ist, in dieser Altersklasse in Baden-Württemberg um 15,8 Prozentpunkte auf 68,4 %.

Auch in der Gesamtbevölkerung hat der Anteil derer zugenommen, die ihr Einkommen hauptsächlich aus eigener Erwerbstätigkeit bestreiten. Von den im Jahr 2019 rund 11 Millionen in Baden-Württemberg lebenden Menschen bestritten 49 % ihren überwiegenden Lebensunterhalt aus der eigenen Erwerbstätigkeit. Im Jahr 2000 waren es nur 41,9 %.

Der Anteil der Bevölkerung, der von öffentlichen Leistungen als überwiegende Quelle des Lebensunterhalts abhängig war, ist in Baden-Württemberg zwischen 2000 und 2019 von 4,0 % auf 4,5 % gestiegen. Im Bundestrend hat sich der Anteil kaum verändert und lag 2019 bei 6,4 %.

Zwischen 2000 und 2019 hat sich der Anteil der Bevölkerung, der seinen Lebensunterhalt hauptsächlich aus der Rente bzw. Pension bezog, kaum verändert. In Baden-Württemberg lag er 2019 bei 19,5 % und deutschlandweit bei 21,8 %.

Aus eigenem Vermögen bestritten 2019 sowohl in Baden-Württemberg als auch deutschlandweit knapp 1 % der Bevölkerung ihren hauptsächlichen Lebensunterhalt. Bei den über 65-Jährigen lagen die Anteile bei 1,9 % in Baden-Württemberg und 1,4 % in Deutschland. Dies entsprach im Vergleich zu 2000 immerhin einem Anstieg um 0,8 bzw. 0,6 Prozentpunkte.

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