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Afrikanische Schweinepest: So schützt der Zoo Heidelberg seine Schweine

22. August 2024 | Heidelberg, Leitartikel, Natur & Umwelt

Anfang August hat die Afrikanische Schweinepest den Rhein-Neckar-Kreis erreicht. Um seine Schweine vor dem für Haus- und Wildschweine hochansteckenden Virus zu schützen, ergreift der Zoo Heidelberg strenge Maßnahmen. Für Menschen und andere Tierarten ist diese Tierseuche ungefährlich. Zoobesucher müssen sich daher keine Sorgen machen.

Die neun kleinen Ferkel beim Herumtoben in der Sommersonne erleben, das können Besucher des Bauernhofs im Zoo Heidelberg nach wie vor. Allerdings vorerst nur durch einen Doppelzaun. Auf das Streicheln und Füttern der Tiere müssen Besucher zum Schutz der Tiere jedoch verzichten. Der Grund dafür ist die Afrikanische Schweinepest (ASP), die Anfang August erstmals bei einem Wildschwein im Rhein-Neckar-Kreis nachgewiesen wurde. Eine Gefahr für Menschen und andere Tierarten geht laut Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) von der ASP nicht aus. Besucher müssen sich also keine Sorgen machen. „Haus- und Wildschweine stecken sich oft durch den direkten Kontakt untereinander an. Das Virus kann aber auch indirekt übertragen werden, zum Beispiel durch kontaminierte Futter- und Lebensmittel oder verunreinigte Gegenstände wie Werkzeuge, Fahrzeuge, Schuhe oder Kleidung. Ein in den Wald geworfenes Wurstbrot reicht mitunter aus, um die Seuche weiterzutragen. Deshalb kommt es für den Schutz der Tiere auf uns alle an“, appelliert Dr. Barbara Bach, Tierärztin im Zoo Heidelberg. Mit Hinweisschildern an den Zäunen des Schweinegeheges klärt der Zoo über die ASP auf.

Der Zoo Heidelberg sorgt sich um seine Schweine und tut alles dafür, um diese zu schützen. Vieles davon geschieht hinter den Kulissen: Nur die Tierpfleger des Bauernhofs haben Kontakt zu den Tieren und halten sich an strenge Hygieneregeln. Die Mitarbeiter desinfizieren sich beispielsweise vor und nach jedem Betreten des Schweinegeheges die Hände und verwenden zum Reinigen des Geheges Werkzeuge, Schutzkleidung und Stiefel, die ausschließlich dort zum Einsatz kommen – und anschließend ebenfalls desinfizieren werden. Die Schweine bekommen kontrolliertes Schweinefutter. Heu und Stroh lagern zunächst mehrere Monate separat bis ein Einsatz bei den Schweinen laut Schweinepest-Verordnung unbedenklich ist.

Was ist die Afrikanische Schweinepest?

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist eine anzeigepflichtige Tierseuche. Schweine, die an der ASP leiden, bekommen meist Fieber, sind schwach, haben keine Lust mehr zu Fressen oder haben Durchfall. Auch Bewegungsstörungen und Atemprobleme gehören zu den meist schweren Symptomen. Die ersten Krankheitserscheinungen treten in der Regel zwei bis 15 Tage nach der Ansteckung auf. Die Krankheit verläuft in den meisten Fällen tödlich. Die Virusinfektion ist ausschließlich für Haus- und Wildschweine hochansteckend und unheilbar. Menschen und andere Tierarten können sich nicht anstecken und erkranken.

Blauzungenkrankheit bei Schafen und Rindern im Rhein-Neckar-Kreis festgestellt

Neue Allgemeinverfügungen zum Schutz vor der Afrikanischen Schweinepest

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