Bleiben Sie informiert  /  Sonntag, 17. Mai 2026

Informationen von Hier

Termine, Adressen, Vereine,
Lokalpolitik, Berichte und
Wirtschaftsinformationen

Direkt zur Redaktion

[email protected]

Aktuelle Nachrichten und Berichte aus Mannheim und Ludwigshafen

Auffallend viele Dürrständer im Wald

29. April 2020 | Leitartikel, Metropolregion, Natur & Umwelt, Wirtschaft

Forstbranche vor großen Aufgaben I

 

Während unsere Gesellschaft die Covid-19-Pandemie bekämpft, hat unser Wald schwer mit den Folgen des Klimawandels zu kämpfen. Nach den zwei vergangenen Trockensommern startete das Jahr 2020 mit dem kräftigen Sturmtief „Sabine“, dem mehrere kleine Stürme folgten. So liegen in den baden-württembergischen Wäldern tausende Festmeter Sturmholz, die aufgearbeitet und möglichst rasch verkauft werden müssen. Besonders das Fichtenholz muss schnell versorgt werden, bevor der Borkenkäfer im Mai von dessen Duft angelockt wird. Die derzeit herrschende trockene Wärme verwandelt die Fichtenstämme nämlich in einen idealen Brutraum für Millionen Borkenkäfer, welche sich anschließend an umstehenden, noch gesunden Fichten gütlich tun und diese zu Tode fressen. Gleichzeitig ist es den Forstleuten vielerorts noch gar nicht gelungen, die Käferbäume der letzten Sommersaison vollständig aus den gefährdeten Wäldern hinauszuschaffen.

Auch im Forstbezirk Odenwald sind durch die Winterstürme schätzungsweise 15.000 cbm Sturmholz, vor allem Fichte, angefallen. Im Landesvergleich Baden-Württembergs ist das wenig. Dennoch konkurriert auch dieses Holz auf dem Markt mit allem Sturm- und Käferholz aus Deutschland und umliegenden EU-Ländern. Deshalb ist es sehr wichtig, nur das zum Verkauf zu bringen, was nicht gefahrlos länger im Wald gelagert werden kann. Umgekehrt bleiben nun viele abgestorbene Bäume stehen oder liegen, damit ihre Holzmasse den Markt nicht unnötig belastet.

Überall dort, wo dieses Totholz die Sicherheit der Menschen nicht gefährdet und zudem nicht mehr als Brutstätte für die gefräßigen Borkenkäfer geeignet ist, wird es belassen. Auf diese Weise dient es vielen Lebewesen als Biotop auf Zeit – angefangen von Spechten über diverse Insekten bis hin zu holzzersetzenden Pilzen. Was dem einen oder anderen Waldbesuchenden als Unordnung ins Auge stechen mag, stellt also einen wertvollen Beitrag zu Artenschutz und -vielfalt dar. So profitieren zumindest viele seltene, auf Totholz spezialisierte Arten von der schwierigen Lage, und die ambitionierte Waldnaturschutzkonzeption von ForstBW erhält deutlichen Rückenwind.

 

Vom Trockensommer geschwächte Fichten sind ein leichtes Opfer für den Buchdrucker.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das könnte Sie auch interessieren…

Mit dem Roboter durch den Stadtverkehr

Kostenloses Ferienprogramm in Heidelberg: Mit dem Roboter durch die Mini-Stadt Im Zukunftslabor MINT in Heidelberg erwartet Grundschulkinder in den Pfingstferien ein besonderes Mitmach-Angebot. Vom 26. bis 29. Mai 2026 findet dort das kostenfreie Ferienprogramm mit...

Jugendliche mit Taser bedroht und ausgeraubt

In Heidelberg ist es am Samstagabend zu einer räuberischen Erpressung gekommen. Gegen 22:30 Uhr wurden drei männliche Jugendliche im Bereich des Diebswegs von vier bislang unbekannten Tätern bedroht und zur Herausgabe von Bargeld gezwungen. Die Jugendlichen waren nach...

Fête de la Musique in Weinheim City

Frankreich-Flair in Weinheim – Fête de la Musique feiert Premiere Am Sonntag, 21. Juni 2026, wird die Innenstadt von Weinheim erstmals zur Bühne für die internationale Fête de la Musique. Von 16 bis 21:30 Uhr lädt das Kulturbüro dazu ein, ein Teil der dessen in der...

Hier könnte Ihr Link stehen

Mannheim – Veranstaltungen / Gewerbe

MaNa informiert

Werbung

Hier könnte Ihr Link stehen

Themen

Zeitreise

MaNa informiert