Neues Stiftungsmanagement der Stadt Mannheim nimmt Arbeit auf
Viele Bürgerinnen und Bürger möchten sich über ihr eigenes Leben hinaus für soziale, kulturelle oder gesellschaftliche Anliegen in ihrer Heimatstadt engagieren. Ob Angebote für Seniorinnen und Senioren, Unterstützung von Menschen mit Beeinträchtigungen oder die Förderung von Kunst und Kultur – der Wunsch, gezielt Gutes zu bewirken, ist weit verbreitet. Die Stadt Mannheim bietet hierfür die Möglichkeit, Vermögen zu Lebzeiten oder per Testament als Schenkung, Erbschaft oder Zustiftung einzubringen. Dabei steht der Wille der Zuwendungsgebenden stets im Mittelpunkt. Die Mittel werden sicher angelegt und zweckgebunden eingesetzt.
Um dieses Engagement stärker zu fördern und bekannter zu machen, hat die Stadt ein neues Stiftungsmanagement im Dezernat für Wirtschaft, Arbeit, Soziales und Kultur eingerichtet. Zunächst liegt der Schwerpunkt auf sozialen und kulturellen Zwecken, perspektivisch ist eine Ausweitung auf ein stadtweites Stiftungsmanagement geplant. Ziel ist es, interessierten Bürgerinnen und Bürgern eine zentrale Anlaufstelle zu bieten und sie fachkundig zu begleiten. So soll die Beteiligung an gemeinwohlorientierten Projekten erleichtert und ausgebaut werden.
Bürgermeister Thorsten Riehle unterstreicht die Bedeutung dieses Angebots für die Stadtgesellschaft. Viele Menschen verspürten den Wunsch, der Gemeinschaft etwas zurückzugeben und ihre Stadt aktiv mitzugestalten, so Riehle. Mit dem neuen Stiftungsmanagement wolle man gezielt den Dialog suchen und gemeinsam passende Fördermöglichkeiten entwickeln. Erstmals öffentlich vorgestellt wird das Angebot beim Neujahrsempfang der Stadt Mannheim am 6. Januar 2026.
Als Stiftungsmanagerin konnte Beate Spiegel gewonnen werden, die über langjährige Erfahrung im Stiftungswesen verfügt. Sie war maßgeblich am Aufbau der Klaus Tschira Stiftung beteiligt und bis 2022 deren Geschäftsführerin. Spiegel bringt umfassende Kenntnisse im Stiftungsrecht, in der Stiftungslandschaft sowie in regionalen Netzwerken mit. Sie berät Zuwendungsinteressierte zu geeigneten Projekten sowie zu rechtlichen und organisatorischen Abläufen.
Im Jahr 2024 stellte das Dezernat für Wirtschaft, Arbeit, Soziales und Kultur rund 37.000 Euro aus Stiftungen, Erbschaften und Schenkungen für gemeinnützige Zwecke zur Verfügung. Zum Zuständigkeitsbereich gehören vier rechtlich selbständige Stiftungen, darunter die Theodor Fliedner Stiftung und das Katholische Bürgerhospital. Zusätzlich verwaltet das Dezernat 17 Erbschaften und Schenkungen mit einem Gesamtvermögen von rund acht Millionen Euro. Stadtweit werden insgesamt 55 rechtlich unselbständige Stiftungen und Erbschaften treuhänderisch durch die Verwaltung betreut.
Mehr Informationen unter www.mannheim.de/stiftungsmanagement
Bild: Stiftungsmanagerin Beate Spiegel und Bürgermeister Thorsten Riehle
Bildquelle: Stadt Mannheim












