Beim „Black Out“ nicht schwarzsehen: Weinheim rüstet sich mit Notstrom-Anlagen
Ein längerer Stromausfall über mehrere Stunden kann schnell zu Problemen führen: Kühlschränke und Kühltruhen tauen auf, Heizungen oder Klimaanlagen fallen aus, selbst die Toilettenspülung funktioniert nicht mehr. Besonders kritisch wird es, wenn wichtige Medikamente nicht gekühlt werden können oder Handys leer sind. Solche Szenarien sind nicht nur ärgerlich, sondern können im Ernstfall auch lebensbedrohlich sein.
Die Stadt Weinheim sorgt dafür, dass die Feuerwehrhäuser in solchen Situationen zuverlässige Anlaufstellen für Bürgerinnen und Bürger bleiben. Vier Standorte verfügen nun über moderne Notstromaggregate: das Feuerwehrzentrum in der Bensheimer Straße, das Feuerwehrhaus Süd, die Keltensteinhalle in Rippenweier und das Feuerwehrhaus in Oberflockenbach. Die Aggregate springen bei einem Stromausfall automatisch an und liefern bis zu 72 Stunden lang stabile 89 Kilowatt Strom.
Die Aggregate befinden sich in feuerroten Containern und werden mit Diesel betrieben. Eine Erstbetankung von 1.500 Litern gewährleistet die Notstromversorgung, und einmal im Jahr wird der Einsatz getestet. Rund 600.000 Euro hat die Stadt in die Katastrophen-Resilienz investiert – lange bevor der jüngste Stromausfall in Berlin für Aufmerksamkeit sorgte.
Feuerwehr-Pressesprecher Claus Schmitt betont: „Weinheim steht bei diesen Einrichtungen sehr gut da.“ Auch Oberflockenbachs Kommandant Sven Hufnagel ist erleichtert über die Investitionen in den Katastrophenschutz. Gerade im Winter sind Stromausfälle durch Schneebruch oder umstürzende Bäume im Odenwald keine Seltenheit – für die Weinheimer Feuerwehr stellen sie nun kein Problem mehr dar.
Für Bürgerinnen und Bürger stellt der Katastrophenschutz eine Broschüre bereit, die Tipps zum Verhalten bei einem „Black Out“ gibt: BBK-Ratgeber für Krisen und Katastrophen.
Foto: Stadt Weinheim












