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Bevölkerung im Rhein-Neckar-Kreis geringfügig älter als im Bundesdurchschnitt

19. August 2021 | Gesellschaft, Leitartikel, Metropolregion

Die Bevölkerung im Rhein-Neckar-Kreis ist mit einem Durchschnittsalter von 44,8 Jahren etwas älter als im Bundesdurchschnitt, der bei 44,6 Jahren liegt. Das belegen die jüngst veröffentlichten Zahlen des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg zum Stichtag 31. Dezember 2020. Das Durchschnittsalter der Bevölkerung in Baden-Württemberg ist mit 43,8 Jahren hingegen jünger. Demnach weist Baden-Württemberg unter den Flächenländern die jüngste Bevölkerung auf – die Stadtstaaten Hamburg (42,1 Jahre) und Berlin (42,7 Jahre) verzeichnen, wie schon in den Jahren zuvor, ein jüngeres Durchschnittsalter. Am ältesten ist die Bevölkerung in Sachsen-Anhalt bei einem Schnitt von 48,1 Jahren, gefolgt von den anderen östlichen Bundesländern.

 

Bundesweit wie auch im Rhein-Neckar-Kreis ist als Hauptursache für die stetige Alterung der Bevölkerung der demografische Wandel auszumachen. In den vergangenen 5 bis 6 Jahren konnte durch die starke Zuwanderung von meist jungen Menschen der Alterungsprozess der Gesellschaft zumindest kurzfristig leicht abgeschwächt werden. Der Trend des stetigen Anstiegs des Durchschnittalters wird sich dennoch unaufhaltsam fortsetzen.

 

Zudem ist die enorme Zunahme der Lebenserwartung auch beim Rhein-Neckar-Kreis mittlerweile deutlich zu erkennen: 2005 galten 9.000 Menschen als hochbetagt – 2020 gab es schon nahezu 17.000 Hochbetagte. Darüber hinaus gibt die Entwicklung der bundesweiten Hochbetagtenzahl – über 300.000 Menschen sind 85 Jahre oder älter – unübersehbar einen Einblick in den Alterungsprozess unserer Gesellschaft. Zur Jahrtausendwende lag diese Zahl bei 200.000 Personen.

 

Durch den Zuzug von jungen Menschen zur Ausbildung, zum Studium oder zur Ausübung des Berufes haben zwar die Stadtkreise eine jüngere Bevölkerung, doch im Vergleich zu den Vorjahren altert aber auch hier die Bevölkerung stetig.

 

Sehr deutlich wird der Alterungsprozess der Bevölkerung, wenn man die zahlenmäßige Entwicklung der jungen und der alten Menschen gegenüberstellt: So war im Jahr 2000 erstmals festzustellen, dass es geringfügig mehr Menschen im Alter ab 60 und älter als unter Zwanzigjährige gab. Das zahlenmäßige Verhältnis zwischen der älteren und der jüngeren Bevölkerung hat sich enorm verändert und ist ein irreversibler Prozess. Das bedeutet, dass sich bis zum Jahr 2060 das Durchschnittsalter um nahezu 5 Jahre erhöht und die Zahl der Hochbetagten wird sich im gleichen Zeitraum voraussichtlich annähernd verdreifachen.

 

Bildquelle: Statistisches Landesamt Baden-Württemberg (Bevölkerungsfortschreibung zum 31.12.2019)

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