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Coronavirus: Info-Anrufe in der Leitstelle könnten Leitungen blockieren / Landrat Dallinger appelliert an die Bevölkerung und verweist auf die Behörden-Hotline 06221 522-1881

16. März 2020 | Metropolregion

In den vergangenen Tagen wählten leider viele Menschen aus dem Rhein-Neckar-Kreis und der Stadt Heidelberg die Notruf-Nummern 112 oder 19222, weil sie sich über das Coronavirus informieren wollten. Die Integrierte Leitstelle, in der diese Anrufe auflaufen, bittet eindringlich darum, dies zu unterlassen. „Wir müssen ganz klar sagen, dass die 112 und 19222 nur für wirkliche Notlagen da ist. Dafür müssen die Leitungen frei bleiben“, sagt Kreisbrandmeister Udo Dentz, der gleichzeitig das Amt für Feuerwehr und Katastrophenschutz leitet. „Für Informationen zum Coronavirus und Verhaltensregeln nutzen Sie bitte ausschließlich die Behörden-Hotline-Nummer des Gesundheitsamtes 06221 522-1881“, appelliert Landrat Stefan Dallinger an die Bevölkerung.

 

Auch wenn es dort mal eine Wartezeit geben sollte, möge man bitte nicht die Notrufnummern wählen. Denn niemand könne ernsthaft wollen, dass durch zu viele gleichzeitige Anruf eventuell die Leitungen blockiert seien. In letzter Konsequenz, so Dallinger, könne dies nämlich zu lebensbedrohlichen Situationen für Menschen führen, die über die 112 oder 19222 Hilfe für einen echten Notfall anfordern wollten. „Sollte es im Zusammenhang mit dem Coronavirus allerdings wirkliche Notfälle mit schwer kranken oder infizierten Menschen geben, kümmert sich die Leitstelle natürlich sofort darum und schickt einen Rettungswagen“, so Kreisbrandmeister Dentz.

 

Personen, die in Sorge sind, dass sie sich mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt haben könnten, sollten übrigens auch NICHT in ein Krankenhaus, eine Notfallpraxis oder eine Arztpraxis fahren. Stattdessen kann neben der Hotline des Gesundheitsamtes (06221 522-1881, täglich zwischen 7:30 und 19 Uhr) auch der ärztliche Notdienst der Kassenärztlichen Vereinigungen unter der Telefonnummer 116 117 rund um die Uhr angerufen werden.

 

Darüber hinaus gibt es folgende weitere Hotlines:

Landesgesundheitsamt: Tel. 0711 904-39555 (Mo-So von 09:00 -18:00 Uhr).

Bundesministerium für Gesundheit (Bürgertelefon) – Tel. 030 346 465 100

Unabhängige Patientenberatung Deutschland – Tel. 0800 011 77 22

Beratungsservice für Gehörlose und Hörgeschädigte – Fax: 030 / 340 60 66 -07

info.deaf@bmg.bund.de  / info.gehoerlos@bmg.bund.de

Gebärdentelefon (Videotelefonie) –  www.gebaerdentelefon.de/bmg/

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