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Die Geschichte von Spatz und Engel

7. November 2023 | Kultur, Leitartikel, Weinheim

Weinheim macht Theater:

Schauspiel mit Live-Musik über die besondere Freundschaft von Edith Piaf und Marlene Dietrich am 21. November

Weinheim. Was nur wenige Menschen wissen: Edith Piaf und Marlene Dietrich, zwei Göttinnen im Olymp des Chansons, die gegensätzlicher kaum sein könnten, begegneten sich 1948 in New York und schlossen abseits von Presse und Öffentlichkeit Freundschaft. Der „Spatz von Paris“ und der „Blaue Engel“ – zwei kapriziöse Diven, verbunden durch überragende künstlerische Erfolge und private Skandale. Ein szenisch musikalischer Reigen mit Welterfolgen wie „La vie en rose“, „Je ne regrette rien“ oder „Frag nicht, warum ich gehe“ und „I wish you love“ entführt in eine Epoche des klassischen Chansons voller Eleganz, Leidenschaft und Melancholie.
Die Geschichte von „Spatz und Engel“ war 2022 nominiert für den Inthega-Preis, jetzt kommt sie mit dem Ensemble des „Theater im Zoo“ aus Frankfurt am Dienstag, 21. November, in der Reihe „Weinheim macht Theater“ in die Weinheimer Stadthalle (20 Uhr, Tickets ab 13.50 Uhr). Die Handlung wird mit live präsentierte Liedern auch raffiniert gesanglich weitererzählt.

Es sind Paraderollen für zwei Vollblutschauspielerinnen: Heleen Joor als Edith Piaf und Susanne Rader als Marlene Dietrich. Im echten Leben zeichneten sich Edith Piaf wie Marlene Dietrich durch eine herausfordernde Mischung aus Eigensinn und Freiheitsliebe aus, die die wechselseitige Anziehungskraft der beiden Künstlerinnen noch verstärkt haben mag. Hier die beherrschte, kühle Schönheit aus preußisch-bürgerlichem Milieu, die ein Internat in Weimar besuchte und sich zur Konzertgeigerin ausbilden ließ. Dort die leidenschaftliche kleine Göre, die ihre Kindheit in einem Bordell in der Normandie verbrachte und auf den Straßen von Paris groß wurde.

Verbürgt ist, dass Marlene der Piaf ein wertvolles Goldkreuz geschenkt hat. Sie trug es bei bei ihrer ersten Hochzeit 1952 mit dem Sänger Jacques Pills, bei der Marlene Trauzeugin war, und bei ihrem legendären Comeback im Pariser Olympia am 30. Dezember 1960. Das Bühnenstück riskiert einen Blick durchs Schlüsselloch, denn bis heute kann niemand mit letzter Gewissheit sagen, ob das Verhältnis der beiden ungleichen Freundinnen rein platonischer Natur war. Regie führen Daniel Große Boymann und Thomas Kahry. Mitwirkende sind außerdem Arzu Ermen, Steffen Wilhelm; Cordula Hacke (Klavier), Vassily Dück (Akkordeon). Musikalische Leitung: Cordula Hacke.
Vorverkauf in Weinheim: Tourist-Information und Kartenshop DiesbachMedien – sowie in allen Reservix-Vorverkaufsstellen und unter www.reservix.de

Quelle: Stadt Weinheim

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