Earth Day in Mannheim: Schülerinnen und Schüler gestalten lebendigen Klimazeitstrahl
Anlässlich des Earth Day wurde der Ehrenhof des Mannheimer Schlosses zur Bühne eines besonderen Bildungsprojekts. Mehr als 100 Schülerinnen und Schüler stellten dort 175 Jahre Klimageschichte als „lebendigen Klimazeitstrahl“ dar. Ziel der Aktion war es, auf die Bedeutung wissenschaftlicher Erkenntnisse im Kontext von Klimawandel, Künstlicher Intelligenz und Fake News aufmerksam zu machen. Die Installation beeindruckte durch ihre visuelle Umsetzung und die aktive Beteiligung der Jugendlichen. Sie setzten damit ein deutliches Zeichen für Klimaschutz und Aufklärung.
Im Zentrum des Projekts stand ein 27 Meter langes Banner, das die Jahre von 1850 bis 2025 abbildete. Fünf Schulklassen aus Mannheim und Umgebung hatten sich in den Wochen zuvor intensiv mit verschiedenen Epochen der Klimageschichte auseinandergesetzt. Beteiligt waren unter anderem die Helene-Lange-Schule, die Integrierte Gesamtschule Mannheim-Herzogenried, die Seckenheimer Werkreal- und Realschule sowie die Realschule Neckargemünd. Ein besonderer Fokus lag auf der historischen Entwicklung der Klimaforschung. So wurde etwa deutlich, dass der Zusammenhang zwischen Temperaturanstieg und Kohlenstoffdioxid bereits im Jahr 1896 wissenschaftlich nachgewiesen wurde.
Unter dem Titel „Lebendiger Klimazeitstrahl – Kriegen wir das Klima auf die Reihe?“ präsentierten die Schülerinnen und Schüler ihre Ergebnisse im Ehrenhof. Mit gestalteten Jahreszahlen, Infotafeln und farblich abgestimmter Kleidung entstand eine eindrucksvolle Darstellung der Zeitgeschichte. Begleitet wurde die Aktion vom Upcycling-Orchester des Ursulinen-Gymnasiums, das für die musikalische Untermalung sorgte. Umweltbürgermeisterin Diana Pretzell würdigte das Engagement der Jugendlichen und betonte die Bedeutung fundierter Informationen. Gerade in Zeiten schneller Informationsverbreitung sei es entscheidend, wissenschaftliche Erkenntnisse verständlich zu vermitteln.
Organisiert wurde die Aktion von der Klimaschutzagentur Mannheim, dem Stadtmedienzentrum Mannheim, der Hopp Foundation sowie der KLIMA ARENA. Die Initiatoren wählten bewusst den Rahmen der Earth Hour, um ein Zeichen für gemeinsames Handeln zu setzen. Ziel sei es, den Dialog über Klimawissenschaft anzuregen und das Bewusstsein für überprüfbare Forschung zu stärken. Klimawissenschaft sei keine Glaubensfrage, sondern basiere auf jahrzehntelanger Forschung und belastbaren Daten.
Die Earth Hour wurde erstmals 2007 vom WWF ins Leben gerufen. Jährlich schalten weltweit Millionen Menschen, Städte und Institutionen für eine Stunde das Licht aus, um auf den Klimaschutz aufmerksam zu machen. In Mannheim wird die Aktion seit 2012 durch kreative Mitmachprojekte ergänzt. Dabei rücken Themen wie Meeresspiegelanstieg oder Artensterben in den Fokus. Auch in diesem Jahr zeigt die Stadt, wie vielfältig Klimaschutz vermittelt werden kann.












