Bleiben Sie informiert  /  Sonntag, 24. Mai 2026

Informationen von Hier

Termine, Adressen, Vereine,
Lokalpolitik, Berichte und
Wirtschaftsinformationen

Direkt zur Redaktion

[email protected]

Aktuelle Nachrichten und Berichte aus Mannheim und Ludwigshafen

Es kreucht und fleucht: Ein Totholzgarten voller Leben

12. Januar 2022 | Leitartikel, Metropolregion, Natur & Umwelt

Erste Untersuchungen am 2020 errichteten Totholzgarten in der Schwetzinger Hardt belegen den Erfolg dieser Naturschutzmaßnahme / Viele seltene und gefährdete Arten haben sich schon angesiedelt

Walldorf. Vorstellung der Neuheit im Walldorfer Wald. Der Neue Totholzgarten 2020. 04.11.2020 – Helmut Pfeifer.

Berliner Prachtkäfer, Marienprachtkäfer, Zierlicher Haarzungen-Faulholzkäfer: Rund 50 totholzbewohnende Käferarten, darunter auch Urwaldreliktarten, wurden im ersten Totholzgarten Baden-Württembergs im Regionalen Waldschutzgebiet Schwetzinger Hardt nachgewiesen. Sechs der in diesem ersten Monitoring gefundenen Käferarten gelten bundesweit sogar als stark gefährdet.

Auf dem großen, einem Holzlager ähnelndem Arrangement, wurden außerdem rund 50 verschiedene Pilzarten erfasst. Davon ist eine Art, der Olivbraune Braunsporrindenpilz, auf der Roten Liste geführt. Mit fortlaufendem Zersetzungsprozess in den kommenden Jahren wird die artenschutzfachliche Bedeutung des Totholzgartens nicht nur bei den Pilzen weiter zunehmen. Es ist davon auszugehen, dass viele weitere seltene und bedrohte Pilzarten folgen werden. Der Totholzgarten bietet gewissermaßen ein „Schaufenster“ in die Natur, denn viele Arten kommen unbemerkt in unseren Wäldern vor. Mit der genauen Beobachtung des Totholzgartens wird sichtbar, welche biologische Vielfalt in den heimischen Wäldern einen Lebensraum findet.

Die Ergebnisse zeigen, welch wichtigen Beitrag ein Totholzgarten zum Erhalt der biologischen Vielfalt bereits nach einem Jahr leisten kann. Dass abgestorbene Bäume im Wald ein entscheidender Bestandteil des Ökosystems sind, ist Försterinnen und Förstern dabei schon seit vielen Jahren bewusst. Deshalb wird nicht nur im Totholzgarten auf den Erhalt von Totholz geachtet, sondern dieser Aspekt bei der täglichen Arbeit im Wald immer berücksichtigt. Die Ergebnisse der dritten Bundeswaldinventur bestätigen diese Bemühungen: die Wälder Baden-Württembergs haben demnach im bundesweiten Vergleich die höchsten Totholzvorräte.

Bei dem Totholzgarten handelt es sich um ein Gemeinschaftsprojekt von Stadt Walldorf, Kreisforstamt des Rhein-Neckar-Kreises, Landesbetrieb ForstBW sowie der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt (FVA). Er befindet sich im Staatswald am Reilinger Weg zwischen der Bürgerbegegnungsstätte Reilingen und der B291 am Fuße der Düne Hoher Stein im Staatswald.

Bestückt wurde der Totholzgarten mit absterbenden Baumstämmen, die aus Pflegemaßnahmen für den Erhalt verschiedener seltener Lichtwaldlebensräume stammen, wie dem Weißmoos-Kiefernwald.

Im Auftrag der Projektpartner soll die weitere Entwicklung durch Artenmonitoring fortan begleitet werden. Aber auch alle Waldinteressierten sind eingeladen, den Totholzgarten zu besuchen, um ihre ganz eigenen Beobachtungen zu machen.

Quelle: Landratsamt RNK

Das könnte Sie auch interessieren…

Fahrzeugbrand in Heidelberger Altstadt

Nach dem Brand eines VW-Busses in der Heidelberger Altstadt ist der Einsatz von Feuerwehr und Polizei inzwischen weitgehend beendet. Das Feuer konnte gelöscht werden, ein Übergreifen der Flammen auf umliegende Gebäude verhinderte die Feuerwehr rechtzeitig. Nach...

Glasscheibe an Haltestelle zerstört – Polizei sucht Zeugen

In Heddesheim hat ein bislang unbekannter Täter die Glasscheibe der Haltestelle „Heddesheim Bahnhof“ beschädigt. Der Vorfall ereignete sich bereits am Donnerstag, 21. Mai 2026, gegen 19 Uhr. Nach Angaben der Polizei schlug der Mann gegen eine Glasscheibe der...

Warnung vor betrügerischen Anrufen im Raum Weinheim

Im Bereich Weinheim kommt es derzeit vermehrt zu betrügerischen Telefonanrufen, bei denen sich Unbekannte als falsche Polizeibeamte ausgeben. Nach Angaben der Polizei versuchen die Täter dabei offenbar, insbesondere ältere Menschen zu täuschen und an persönliche Daten...

Hier könnte Ihr Link stehen

Mannheim – Veranstaltungen / Gewerbe

MaNa informiert

Werbung

Hier könnte Ihr Link stehen

Themen

Zeitreise

MaNa informiert