Familien in Heidelberg werden ab 1. Januar 2020 entlastet

Gemeinderat beschließt Paket rund um Kleinkindbetreuung und Heidelberg-Pass +

 

 

Ein Neujahrsgeschenk für Familien: Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am 17. Dezember 2019 beschlossen, Familien in Heidelberg ab 1. Januar 2020 insbesondere bei den Kosten für die Kinderbetreuung umfangreich zu entlasten. Damit sollen Krippenplätze für alle Familien bezahlbar werden. Künftig werden mehr Eltern niedrigere Beiträge zu zahlen haben. Außerdem können ab kommendem Jahr mehr Personen als zuvor die Vergünstigungen des Heidelberg-Passes+ in Anspruch nehmen, weil die Einkommensgrenzen erhöht werden. Davon profitieren vor allem Alleinerziehende und geringverdienende Familien, aber auch alleinstehende Rentner und Senioren ab 65.

 

Niedrigeres Entgelt für Kita-Betreuung

 

Ab 1. Januar wird das städtische Entgeltsystem vereinfacht. Freie Träger, die sich an das städtische System anpassen, bekommen ab dem Kindergartenjahr 2020/2021 höhere Ausgleichszahlungen, um Einnahmeverluste zu kompensieren. Dadurch sollen die Elternbeiträge in den nichtstädtischen Kitas sinken.

 

Dort, wo Träger sich nicht an das städtische System anschließen, wird das Gutscheinmodell eingesetzt: Familien erhalten in Krippen freier Träger für Kinder unter drei Jahren von der Stadt einkommensabhängige Betreuungsgutscheine. Das gilt für Familien mit bereinigten Bruttoeinkünften bis zu 82.000 Euro jährlich. Ein Beispiel für die künftige Entlastung: Eine Familie, die über anzurechnende Einkünfte von bis zu 69.000 Euro verfügt und ihr Kleinkind bei einem freien Träger betreuen lässt, konnte bisher einen Betreuungsgutschein von maximal 100 Euro monatlich erhalten. Künftig bekommt diese Familie einen Betreuungsgutschein in Höhe von bis zu 250 Euro.

 

Für Familien mit einem Heidelberg-Pass+ wird das Kinderbetreuungsentgelt einschließlich Mittagessen in vollem Umfang übernommen.

 

Aktuell gibt es in Heidelberg neben den 24 städtischen Kindertageseinrichtungen noch über 100 Kitas von mehr als 40 verschiedenen freien oder privat-gewerblichen Trägern. Dadurch haben die Heidelberger Eltern eine große Auswahl an unterschiedlichen pädagogischen Konzepten.

 

Künftig für mehr Bürger: Der Heidelberg-Pass+

 

Ab dem 1. Januar soll auch die Einkommensgrenze für den Heidelberg-Pass + angepasst werden. Damit kommen mehr Heidelberger Bürgerinnen und Bürger mit geringem Einkommen in den Genuss zahlreicher Vergünstigungen. Konkret heißt das: den Heidelberg-Pass+ gibt es ab 1. Januar für Haushalte mit anzurechnenden Familieneinkünften bis zu 30.000 Euro. Für das zweite und jedes weitere unterhaltspflichtige Kind wird jeweils ein Freibetrag von 5.000 Euro gewährt. Für alleinstehende Rentner und Senioren ab dem 65. Lebensjahr wird die Einkommensgrenze auf 20.000 Euro festgelegt, für Rentnerehepaare auf 30.000 Euro.

 

Ein Beispiel für die Auswirkung der Senkung der Einkommensgrenzen beim Heidelberg-Pass+: Ein alleinerziehendes Elternteil mit zwei Kindern und jährlichem Unterhalt in Höhe von 3.600 Euro konnte bisher bei Jahresbruttoeinkünften aus Erwerbstätigkeit von bis zu 25.857 Euro einen Heidelberg-Pass+ erhalten. In Zukunft kann diese Familie das auch bei Jahresbruttoeinkünften bis zu 38.862 Euro.

 

Mit dem Heidelberg-Pass+ gibt es zahlreiche Vergünstigungen etwa bei Kultur-, Bildungs- und Freizeiteinrichtungen, Vereinen und beim ÖPNV.

 

Kontakt

 

Fragen zum Thema Betreuungsgutscheine beantwortet das Kinder- und Jugendamt der Stadt Heidelberg unter Telefon 06221 58-31540. Informationen zum Heidelberg-Pass + gibt das Bürgeramt unter Telefon 06221 58-47980.

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