Frische Luft in Innenräumen

Lüftungsanlagen sparen Energie und Kosten

Sie sorgen für eine dauerhaft gute Luftqualität in Innenräumen und sind insbesondere für Menschen mit Allergien ein großer Gewinn: Lüftungsanlagen. Wer eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung nutzt, schont obendrein noch das Klima. Denn im Gegensatz zum regelmäßigen Stoßlüften durch die Fenster, geht dabei nahezu keine Wärme verloren und es entsteht somit kein erhöhter Heizbedarf. Die Stadt Heidelberg unterstützt den Einbau einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung im Rahmen ihres Förderprogramms „Rationelle Energieverwendung“. Im Regelfall sind dies 1.000 Euro pro Wohneinheit. Beratungen hierzu bietet die Energieberatungsagentur KLiBA an.

Lüftungsanlagen sparen Energie und Kosten – und schonen so das Klima

In Büro-, Gewerbe- oder Veranstaltungsräumen sind Lüftungsanlagen schon lange Stand der Technik. In Wohngebäuden setzen sie sich nun langsam durch. Neben konstant hoher Luftqualität helfen Lüftungsanlagen, Heizenergie und Kosten einzusparen. Zwingende Voraussetzung hierfür ist die Nutzung einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. Die Anlagen führen frische Luft ins Haus und Gerüche und Feuchtigkeit vom Duschen und Kochen ins Freie, fast ohne Wärmeverlust und ohne Zugerscheinungen.

Der Wärmeaustausch findet über einen Wärmetauscher statt, in dem die warme Abluft die kalte Außenluft erwärmt, diese sich jedoch nicht miteinander vermischen. Über die Wärmerückgewinnung bleiben über 80 bis 95 Prozent der Wärme erhalten. Bei Anlagen ohne Wärmerückgewinnung, die die Innenluft nur absaugen und unbehandelte Außenluft nachziehen, sind hingegen keine Energie- und damit Kosteneinsparungen zu erwarten.

Kurze Amortisationszeit bei richtiger Planung

Meist rechnet sich die Installation einer Lüftungsanlage durch die eingesparten Heizkosten. Voraussetzung ist eine gute Planung. Es darf nicht an zu vielen Stellen Luft zu- oder abgeführt werden. Oft reicht es aus, die Frischluft aus dem Schlaf- und Wohnbereich über andere Räume und Flure in Küche und Sanitärräume zu leiten und dort abzuführen. Diese „Mehrfachnutzung“ der Frischluft, als Kaskadenlüftung bezeichnet, sorgt auch dafür, dass verbrauchte Luft aus Küche, WC oder Bad nicht in die Wohnbereiche strömt. Da sich Wohnsituationen in Wohnungen und Häusern grundlegend unterscheiden, sollte individuell geplant werden.

Vorteil für Menschen mit Allergien

„Vor allem Nutzer, die an vielbefahrenen Straßen wohnen, profitieren von Lüftungsanlagen“, erklärt Peter Wittlinger vom Amt für Umweltschutz, Gewerbeaufsicht und Energie der Stadt Heidelberg. „Durch die gefilterte Luft wird die Luftqualität in der Wohnung verbessert und dadurch, dass die Fenster geschlossen bleiben können, sinkt auch die Lärmbelastung. Pollen und Feinstaub bleiben draußen.“

Die Filter der Lüftungsanlagen halten diese potenziell belastenden Bestandteile der Frischluft zurück. Sie müssen für einen einwandfreien Betrieb regelmäßig gewechselt werden. Bei der Anschaffung sollte darauf geachtet werden, dass der Wechsel einfach durchzuführen ist.

Förderung und Beratung möglich

Wer sich für eine Komfortlüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung entscheidet, bekommt einen Teil der Kosten erstattet. Die Förderhöhe aus Bundesmitteln hängt vom konkreten Fall ab und beträgt in der Regel 20 Prozent der förderfähigen Kosten. Zusätzlich zur Bundesförderung bietet die Stadt Heidelberg im Rahmen ihres Förderprogramms „Rationelle Energieverwendung“ finanzielle Unterstützung.

Heidelberg will seine Vorreiterrolle im Umwelt- und Klimaschutz weiter ausbauen. Auf seinem Weg zur Klimaneutralität hat Heidelberg im November 2019 einen Klimaschutz-Aktionsplan mit den ersten 30 konkreten Vorschlägen aufgelegt. Dieser Aktionsplan legt Ziele und Prioritäten innerhalb des „Masterplan 100% Klimaschutz“ fest (www.heidelberg.de/masterplan100). Die Vorschläge betreffen alle Lebensbereiche, von Bauen und Wohnen, Ernährung und Konsum über die naturnahe Stadtgestaltung bis hin zur Mobilität (#hd4climate). Auch die Verdoppelung der Altbausanierungsrate ist Teil des Klimaschutz-Aktionsplans.

Quelle: Stadt Heidelberg

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