Grünes Licht für Radschnellweg zwischen Weinheim und Mannheim
Der Gemeinderat von Weinheim hat den Weg für den geplanten Radschnellweg in Richtung Mannheim freigemacht. In seiner Sitzung sprach sich das Gremium für eine Trassenführung aus, die als Kompromiss aus mehreren Vorberatungen hervorgegangen ist. Kernstück der Planung ist eine neue Unterführung unter den Bahnschienen, die als besonders sichere Lösung gilt. Auch Oberbürgermeister Manuel Just unterstützte die Variante, da sie Konflikte zwischen den Verkehrsteilnehmern vermeidet.
Die geplante Strecke führt vom Hauptbahnhof bis zur westlichen Gemarkungsgrenze in Richtung Viernheim. Ziel ist es, Radfahrern ein schnelles, sicheres und möglichst unterbrechungsfreies Vorankommen zu ermöglichen – mit wenigen Ampeln und ausreichend Platz. Die Mehrheit des Gemeinderats sieht darin eine deutliche Verbesserung für den Radverkehr sowie einen wichtigen Beitrag zur Verkehrssicherheit, insbesondere an kritischen Punkten in der Weststadt.
Ein zentraler Aspekt der Entscheidung ist die Aussicht auf umfangreiche Fördermittel. Bund und Land könnten bis zu 90 Prozent der geschätzten Gesamtkosten von rund 21,9 Millionen Euro übernehmen. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass die Trasse den strengen Förderrichtlinien entspricht. Aus diesem Grund wurde unter anderem der Barbarasteg als Option verworfen, da er zu schmal und zu steil ist und somit die Anforderungen nicht erfüllt.
Stattdessen setzt die Stadt auf eine Lösung mit Unterführung in Richtung Multring und Breslauer Straße. Diese Variante entspricht den technischen Standards und sichert den Zugang zu den Fördergeldern. Gleichzeitig sollen entlang der Strecke bestehende Problemstellen – insbesondere in der Breslauer Straße – entschärft und die Verkehrssituation insgesamt verbessert werden.
Wie der Leiter des Amtes für Stadtentwicklung, Sven-Patrick Marx, erläuterte, ist der Radschnellweg Teil einer langfristigen Strategie. Bereits 2019 hatte der Gemeinderat einen Grundsatzbeschluss gefasst, um gemeinsam mit den Nachbarstädten die Verbindung auszubauen. Angesichts von rund 14.000 Pendlern zwischen Weinheim und Mannheim gilt das Projekt als wichtiger Baustein für eine klimafreundliche Mobilität in der Region.
Foto: Stadt Weinheim












